Das Löschboot «Branddirektor Krüger» auf der aufgewühlten Elbe. Mit «Felix» traf bereits der zweite Sturm in zwei Tagen auf Norddeutschland. Foto: Bodo Marks
Das Löschboot «Branddirektor Krüger» auf der aufgewühlten Elbe. Mit «Felix» traf bereits der zweite Sturm in zwei Tagen auf Norddeutschland. Foto: Bodo Marks

Das Löschboot «Branddirektor Krüger» auf der aufgewühlten Elbe. Mit «Felix» traf bereits der zweite Sturm in zwei Tagen auf Norddeutschland. Foto: Bodo Marks

Am Samstag-Nachmittag war der Zugverkehr im Norden durch den Orkan massiv beeinträchtigt. Zahlreiche Bahnverbindungen wurden gestrichen. Foto: Bodo Marks

Das Löschboot «Branddirektor Krüger» auf der aufgewühlten Elbe. Mit «Felix» traf bereits der zweite Sturm in zwei Tagen auf Norddeutschland. Foto: Bodo Marks

In Schwerin sicherte die Feuerwehr ein schwer beschädigtes Dach, das herunterzustürzen drohte. Auch wegen umgestürzter Bäume gab es immer wieder Einsätze. Foto: Bernd Wüstneck

Eine Frau und ein Mann informieren sich am Hauptbahnhof über Alternativrouten. In Berlin waren zahlreiche S-Bahnlinien durch den Sturm beeinträchtigt. Foto: Paul Zinken

Der Fischmarkt in Hamburg stand unter Wasser. Der Scheitelpunkt der Flut lag bei rund drei Metern über dem mittleren Hochwasser. Foto: Bodo Marks

Eine Hafenfähre kämpft sich an den Landungsbrücken in Hamburg durch den Sturm. Foto: Bodo Marks

dpa, Bild 1 von 7

Das Löschboot «Branddirektor Krüger» auf der aufgewühlten Elbe. Mit «Felix» traf bereits der zweite Sturm in zwei Tagen auf Norddeutschland. Foto: Bodo Marks

Berlin (dpa) - Nach den Unwettern mit Orkanböen bleibt es auch in den kommenden Tagen in Deutschland stürmisch und nass. Dem Sturmtief «Felix» ist zwar die Puste ausgegangen, aber die nächsten Tiefs sind schon im Anmarsch, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag voraussagte.

Eine Serie von Stürmen hatte am Wochenende in Europa erhebliche Schäden angerichtet und vielerorts den Bahnverkehr lahmgelegt. Bei Unfällen kamen Menschen ums Leben oder verletzten sich. Ungewöhnlich kalt ist es im Nahen Osten.

AUSSICHTEN: Die Temperaturen im Januar spielen verrückt: Am Dienstag soll es im Südwesten Deutschlands an die 15 Grad warm werden. Fast frühlingshaft, aber weiter stürmisch: Tief «Gunter» über dem Nordostatlantik hat ein Tief namens «Hermann» im Schlepptau. «Nach derzeitigen Berechnungen soll sich «Hermann» zu einem Orkantief ausbilden, welches zum Donnerstag hin auf den Nordwesten Europas übergreift», sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Deutschland muss dann - vor allem im Norden und in der Mitte des Landes - wohl wieder mit Sturmböen rechnen. «Neben dem Wind hat Tief «Hermann» auch viel Regen im Gepäck», sagte Kirchhübel. Besonders im Norden und Westen dürfte es lang und viel regnen.

AUFRÄUMEN: Die Orkanböen hatten am Wochenende Bäume entwurzelt und Ziegel von den Dächern gerissen. An der Hörnum-Odde auf Sylt fraß sich das Meer bis zu 19 Meter weit durch die abgebrochenen Dünen. An manchen Deichen gab es geringe Schäden. Mit den Ausbesserungsarbeiten wurde begonnen. Viel zu tun gibt es wegen Sturmschäden auch in den Wäldern in Schleswig-Holsteins. Die Forstbehörde des Landes warnte davor, die Wälder zu betreten. In Berlin hatten umgestürzte Bäume am Wochenende örtlich den Bahnverkehr lahmgelegt. Seit Montagmittag fuhren wieder alle Züge nach Plan, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn mit.

KÄLTE IM NAHEN OSTEN: Im Bürgerkriegsland Syrien starben mindestens sieben Menschen bei einem Wintereinbruch mit Schnee und strenger Kälte. Unter den Toten seien fünf Kinder, darunter Zwillingsbabys im Alter von erst zwei Tagen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte aus Großbritannien am Montag mit. Die Zahl der Kälteopfer in Syrien stieg damit seit der vergangenen Woche auf insgesamt elf. Seit mehreren Tagen fegt ein schwerer Wintersturm über den Nahen Osten und bringt der Region ungewöhnlich niedrige Temperaturen. Teilweise fiel das Thermometer auf bis zu minus 8 Grad Celsius. Vor allem in höher gelegenen Gebieten lag viel Schnee.

KLIMAFOLGEN? Klimaexperten warnen davor, für Stürme und Überschwemmungen vorschnell den Klimawandel verantwortlich zu machen. «Einzelereignisse kann man nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen», sagte Florian Imbery, Klimaexperte beim DWD in Offenbach, der Deutschen Presse-Agentur. Verlässliche Aussagen könne man nur machen, wenn man Intervalle von 30 Jahren miteinander vergleiche.

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