Nach Anschlag auf die Sikh-Gemeinde in Essen gibt es eine dramatische Wende: Die mutmaßlichen Tatverdächtigen sind minderjährig und den Behörden bekannt.
Joginer Singh, ein Prediger des Sikh-Gemeindezentrums, zeigt den zerstörten Eingangsbereich des Gebetshauses.

Joginer Singh, ein Prediger des Sikh-Gemeindezentrums, zeigt den zerstörten Eingangsbereich des Gebetshauses.

Archivfoto: dpa

Joginer Singh, ein Prediger des Sikh-Gemeindezentrums, zeigt den zerstörten Eingangsbereich des Gebetshauses.

Essen. Die Ermittlungen zum Bombenanschlag auf ein Gebetshaus der Sikhs in Essen laufen weiter auf Hochtouren. Ein junger Mann, der am Donnerstagabend in Gewahrsam genommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Er sei noch in der Nacht entlassen worden, sagte ein Sprecher der Essener Polizei am Freitag der Deutschen Presse-Agentur, nannte aber keine Details.

Zwei 16-Jährige sollen den Anschlag verübt haben. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Ein Richter erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen beide. Die Ermittler vermuten, dass die unter Terrorverdacht stehenden Jugendlichen nicht allein für die Bombenexplosion verantwortlich sind.

Die Jugendlichen sollen am Samstag nach einer indischen Hochzeit im Gebetshaus der Religionsgemeinschaft Sikh in Essen eine Bombe gezündet haben. Drei Menschen wurden verletzt, davon einer schwer. Die Polizei geht von einem islamistischen Hintergrund aus. dpa

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