Städte und Gemeinden fühlen sich benachteiligt.

Düsseldorf. Nach dem Wintereinbruch sorgt jetzt der Streusalz-Mangel in Nordrhein-Westfalen für Streit. Der Städte- und Gemeindebund NRW machte Donnerstag die Hersteller für die leeren Streusalzlager in den Kommunen verantwortlich. Hauptgeschäftsführer Bernd Jürgen Schneider kritisierte, dass die Salz-Produzenten Autobahn- und Straßenmeistereien großer Kommunen und Ballungszentren zuerst beliefert.

Bei allem Verständnis für die Prioritäten-Liste und die Bevorzugung des Fernstraßennetzes sei es nicht hinnehmbar, sagte Schneider, dass die Salzlieferungen an die Städte auf unbestimmte Zeit eingestellt würden. Quelle und Ziel allen Verkehrs seien letztlich die Innenstädte, Gewerbe- und Wohngebiete in den Kommunen.

Durch den Mangel kommt es bereits zu ersten Behinderungen, In Wuppertal und Remscheid waren am Donnerstag auch einige Hauptstraßen nur schlecht geräumt. Autofahrer haben indes nach Aussage des Automobilclubs ACE keinen Rechtsanspruch auf geräumte Straßen.

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