Es war ein Streit, nach vielen anderen zuvor. Doch der letzte endete in einem Blutbad. Ein knappes halbes Jahr nach einem tödlichen Familiendrama legte der Ehemann vor Gericht ein Geständnis ab.

Das Motiv für die tat soll Eifersucht gewesen sein.
Das Motiv für die tat soll Eifersucht gewesen sein.

Das Motiv für die tat soll Eifersucht gewesen sein.

dpa

Das Motiv für die tat soll Eifersucht gewesen sein.

Münster (dpa). - Mit 28 Messerstichen soll ein Pizzabäcker aus Ahaus im März seine Ehefrau getötet haben. Zum Prozessauftakt am Freitag hat der 34-Jährige die Tat vor dem Schwurgericht Münster gestanden. An Einzelheiten könne er sich aber nicht mehr erinnern. «Ich weiß nicht mehr, wie ich auf sie draufgegangen bin», sagte der Angeklagte, der sich wegen Totschlags verantworten muss.

Das Opfer war noch am Tatort verblutet. Drei kleine Kinder haben bei der Tat ihre Mutter verloren. Das jüngste Kind hielt sich während des blutigen Streits sogar in der Wohnung auf. Der Angeklagte und seine Frau hatten sich während ihrer Ehe immer wieder gestritten. Zu Jahresbeginn 2014 gingen bei der Polizei wechselseitig mehrere Anzeigen wegen häuslicher Gewalt ein. Schließlich wurde der 34-Jährige aus der Wohnung verwiesen. Vor allem die Trennung von seinen Kindern soll er jedoch zu keiner Zeit überwunden haben.

Am Tattag im März trafen sich die Eheleute zu einem klärenden Gespräch. «Plötzlich fing meine Frau an, mich zu beleidigen», sagte der Angeklagte den Richtern. Er habe Angst bekommen, dass sie ihn mit einem Messer attackieren könnte. Dann habe er wohl selbst zu einem Messer gegriffen. Nach der Tat hatte sich der Angeklagte sofort bei der Polizei gestellt. Das Landgericht hat für den Prozess vorerst noch fünf Verhandlungstage bis zum 25. September angesetzt.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer