Hunderttausende Besucher werden wieder zum japanischen Feuerwerk erwartet.

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Das große Feuerwerk wird auch den diesjährigen Japantag wieder abschließen. (Archiv-Foto vom Feuerwerk 2008: Bernd Schaller)

Das große Feuerwerk wird auch den diesjährigen Japantag wieder abschließen. (Archiv-Foto vom Feuerwerk 2008: Bernd Schaller)

Das große Feuerwerk wird auch den diesjährigen Japantag wieder abschließen. (Archiv-Foto vom Feuerwerk 2008: Bernd Schaller)

Düsseldorf. Der Schweinegrippe zum Trotz findet am Samstag der achte Japan-Tag in Düsseldorf statt. Rund 850 Teilnehmer geben an den zahlreichen Ständen in der Innenstadt Einblicke in Kunst und Alltagskultur des fernöstlichen Landes.

Besucher sollten am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, damit es nicht zu Verkehrsproblemen kommt. Die Bahn setzt Entlastungszüge ein, die Düsseldorfer Verkehrsbetriebe fahren mit zusätzlichen Bussen und Bahnen, die die umliegende Region auch zu später Stunde noch ansteuern.

Um 13 Uhr beginnt das Fest, bei dem zwischen Altstadt und Rheinufer wieder viele tausend Besucher erwartet werden. Die größte japanische Gemeinde Europas präsentiert sich dabei unter anderem mit Kunst zwischen Origami und Kalligraphie und japanischer Popkultur.

Allein zum Manga-Wettbewerb wird mit rund 10000 verkleideten Anhängern der japanischen Comics gerechnet. Höhepunkt ist das japanische Feuerwerk am Rheinufer zwischen Knie- und Oberkasseler Brücke, das in jedem Jahr hunderttausende Zuschauer anlockt. Start ist ab 22.30 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit.

Dabei wird es durch Brückensperrungen zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der Bereich um Oberkasseler und Rheinkniebrücke sollte nach Möglichkeit großräumig umfahren werden. Die Oberkasseler Brücke ist stadteinwärts ab 21.30 Uhr und stadtauswärts ab 23 Uhr für den Verkehr gesperrt . Die Rheinkniebrücke kann zwischen 22.30 Uhr und 24 Uhr in beiden Richtungen nicht befahren werden.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Schweinegrippe in Nordrhein-Westfalen sind nach Ansicht des Düsseldorfer Medizin-Professors Dieter Häussinger angemessen. Die Kombination aus Isolation der Erkrankten und schneller Behandlung sei sinnvoll, sagte der Experte für Infektiologie in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Der bislang leichte Krankheitsverlauf sei auf eine schnelle Identifizierung des H1N1-Virus bei den Patienten und eine angepasste Behandlung zurückzuführen. "Es kommen aber vielleicht Leute dazu, die Begleiterkrankungen haben", sagte Häussinger. Für sie könne die Schweinegrippe gefährlich sein.

Der Düsseldorfer Medizin-Professor sagte weiter: "Das Virus verbreitet sich leicht. Bei mehr Neuinfektionen wird die Chance größer, dass sich das Virus schlechtere Eigenschaften aneignet." Es wäre fatal, wenn das hochinfektiöse und leicht veränderliche H1N1-Virus beispielsweise irgendwann eine schwerere Form der Grippe übertrage.

Aktuell litten die meisten Erkrankten an den typischen Grippesymptomen wie Fieber, Gliederschmerzen und Schnupfen. Ihre Beschwerden besserten sich jedoch schnell, sagte Häussinger. In der Regel blieben die Patienten im Krankenhaus, bis sie virenfrei seien.

Den Japan-Tag stattfinden zu lassen, hält der Mediziner für die richtige Entscheidung: "Das ist eine Freiluftveranstaltung. In geschlossenen Räumen ist eine Ansteckungsgefahr sehr viel höher. Ich werde mir das Feuerwerk auf jeden Fall vor Ort anschauen."

Die Deutsche Bahn bietet zu den Hauptstoßzeiten zwischen 23.30 Uhr und 2 Uhr morgens zusätzliche S-Bahnen an. Eingesetzt werden S-Bahnen der Linie S 1 bis Essen, die Linie S 6 fährt außerplanmäßig bis Langenfeld und Essen-Kettwig. Außerdem fahren die S 7 bis Solingen und die S 8 nach Wuppertal. Details:

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