Brand in Aachen
Drei kleine Kinder starben in diesem brennenden Haus in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Drei kleine Kinder starben in diesem brennenden Haus in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Ein Polizeiwagen steht vor einem ausgebrannten Haus. Foto: Oliver Berg

Feuerwehrleute bergen die Leiche eines Kindes aus einem ausgebrannten Dachstuhl. Foto: Oliver Berg

Polizisten stehen in Aachen vor einem ausgebrannten Haus. Foto: Oliver Berg

Eine Notfallseelsorgerin kümmerte sich um die Überlebenden. Foto: Ralf Roeger

Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutzgerät. Foto: Ralf Roeger

Drei Kinder starben in dem Aachener Wohnhaus. Foto: Ralf Roeger

Flammen schlagen aus dem Dach des Hauses. Foto: Ralf Roeger

Feuerwehrleute stehen in der Nähe eines brennenden Hauses in Aachen. Foto: Ralf Roeger

dpa, Bild 1 von 9

Drei kleine Kinder starben in diesem brennenden Haus in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen (dpa) - Drei Kinder sind am Mittwoch bei einem Hausbrand in Aachen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr fand die Leichen der zwei, vier und fünf Jahre alten Jungen im völlig ausgebrannten Dachgeschoss. Die Ursache für das Feuer blieb nach Angaben der Polizei zunächst unklar.

«Wir haben zurzeit keinerlei Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung», sagte ein Sprecher. Die Eltern und ein einjähriger Junge konnten sich rechtzeitig aus dem brennenden Haus retten. Zwei weitere Kinder, ein Mädchen (9) und ein Junge (8) seien zum Zeitpunkt des Brandes in der Grundschule gewesen, sagte eine Sprecherin der Stadt. Insgesamt hat die Familie sechs Kinder.

Der Alarm ging um kurz nach 12 Uhr bei Feuerwehr und Polizei ein. Als die Rettungskräfte eintrafen, schlugen die Flammen lichterloh aus dem Dach der Doppelhaushälfte. Das Feuer tobte so heftig, dass die Helfer nach Angaben des Polizeisprechers das Gebäude erst nach etwa drei Stunden betreten konnten. Die toten Kinder lagen unter dem Dachfenster.

«Das spricht dafür, dass sie sich unter das Fenster geflüchtet haben», sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD), der sich am Nachmittag am Brandort ein Bild von der Lage machte.

Der 27 Jahre alte Vater hatte vergeblich versucht, seine Söhne aus dem brennenden Haus zu holen. Zusammen mit seiner Frau (29) und dem einjährigen Kind wurde er mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurden die Familie auch psychologisch und seelsorgerlich betreut. Anschließend kam sie bei Angehörigen und Freunden unter. Notfallseelsorger standen auch geschockten Anwohnern und Helfern zur Seite.

Die Löscharbeiten dauerten am Abend noch an. Wann ein Brandsachverständiger das einsturzgefährdete Gebäude betreten könne, sei noch nicht absehbar, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlung der Brandursache werde voraussichtlich einige Tage dauern. Es könne sich um einen Unglücksfall oder einen technischen Defekt handeln.

Dass die Staatsanwaltschaft bei einem Feuer mit Todesopfern Ermittlungen wegen Brandstiftung aufnehme, sei üblich.

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