Helmut Dietl
Helmut Dietl hat in Berlin viele Narren getroffen. Foto: Sven Hoppe

Helmut Dietl hat in Berlin viele Narren getroffen. Foto: Sven Hoppe

dpa

Helmut Dietl hat in Berlin viele Narren getroffen. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa) - Für Filmregisseur Helmut Dietl (67) ist Berlin ein «Geschenk für Satiriker». «So viele Narren auf einem Haufen, das gibt es nirgendwo sonst in Deutschland», sagte er in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung». Es seien auch durchaus «gefährliche Narren» dabei, «die nicht nur spielen wollen».

«Auf der einen Seite erkennt man, dass da eine ungeheure Provinzialität herrscht, so wie das früher in Bonn vielleicht der Fall war. Und auf der anderen Seite erlebt man hinter den Kulissen eine Brutalität und Gedankenlosigkeit, wie sie in Großstädten herrscht, die das gewöhnt sind», sagte der gebürtige Bayer.

In Dietls Medien- und Politiksatire «Zettl», die am 2. Februar startet, spielt Michael Bully Herbig (43) einen so charmanten wie skrupellosen Hauptstadtjournalisten, der die «Berliner Republik» ordentlich aufmischt.

Für den Film ist der Regisseur selbst für drei Jahre nach Berlin-Mitte gezogen. Dazu sagt er: «Wenn Sie in München ausgehen, begegnen Sie allmählich gar niemandem mehr. Die sind alle in Berlin.» Berlin-Mitte sei aber eine «sehr provinzielle preußische Quadratmeile», in der sich «viele herumtreiben, die eine gewisse Art von Würde gar nicht mehr verlieren können - weil sie schon lange keine mehr haben.»

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