Insa Thiele-Eich_Susanne Peters_Magdalena Pree_Lisa Marie Haas_Suzanne Randall und Nicola Baumann (vl.n.r.) Copyright@Klampäckel.JPG
Die Astronautinnen (v.l.n.r.) Insa Thiele-Eich, Susanne Peters, Magdalena Pree, Lisa Marie Haas, Suzanne Randall und Nicola Baumann.

Die Astronautinnen (v.l.n.r.) Insa Thiele-Eich, Susanne Peters, Magdalena Pree, Lisa Marie Haas, Suzanne Randall und Nicola Baumann.

Klampäckel

Die Astronautinnen (v.l.n.r.) Insa Thiele-Eich, Susanne Peters, Magdalena Pree, Lisa Marie Haas, Suzanne Randall und Nicola Baumann.

Bremen/Berlin. Bei der Suche nach der ersten deutschen Astronautin haben es sechs Wissenschaftlerinnen in die Endrunde einer privaten Initiative geschafft. Sie setzten sich im medizinisch-psychologischen Auswahlverfahren des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) gegenüber 80 anderen qualifizierten Bewerberinnen durch, teilte die Initiative „Die Astronautin“ am Mittwoch in Bremen mit. Ziel ist es, neben der traditionellen Astronauten-Ausbildung über die Europäische Weltraumorganisation (ESA) privat die erste deutsche Frau für einen Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS zu trainieren. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert.

Unter den sechs Siegerinnen der Endrunde sind unter anderem Ingenieurinnen und eine Kampfpilotin. Zwei von ihnen sollen später zur Astronautin ausgebildet werden.

Ziel der Initiative ist es, bis zum 30. April mit Crowdfunding mindestens 50 000 Euro einzunehmen. Damit könne der erste Trainingsabschnitt finanziert werden, sagte Initiatorin Claudia Kessler. Für die gesamte Mission, die schätzungsweise mehr als 30 Millionen Euro kostet, sollen Sponsoren gefunden werden.

Über die ESA qualifizierten sich bisher allein Männer aus Deutschland zur Astronauten-Ausbildung. Während der Untersuchungen des DLR hätten die Kandidatinnen bewiesen, dass sie über die psychologischen Fähigkeiten und medizinischen Voraussetzungen für Vorbereitungen auf einen Flug in den Weltraum verfügen, sagte Claudia Stern vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. dpa

Die sechs Finalkandidatinnen:

Die Meteorologin, Jahrgang 1983, ist Grundlagenforscherin für Wetter- und Klimavorhersagen. Ihre Doktorarbeit schrieb die gebürtige Heidelbergerin über die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch. Sie arbeitet heute für das Meteorologische Institut der Universität Bonn. Insa Thiele-Eich ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Königswinter bei Bonn.

Die Entwicklungsingenieurin aus Nürtingen (Baden-Württemberg), Jahrgang 1983, ist promovierte Physikerin. Beim Unternehmen Robert Bosch in Reutlingen ist sie auf Sensor-Technik spezialisiert. Zum Beispiel darauf, dass sich das Display bei Handys automatisch mitdreht. Haas ist verheiratet, hat zwei kleine Söhne und lebt in Bempflingen. In ihrer Freizeit liebt sie Bewegung - ihre Hobbys reichen von Karate bis Ballett.

Die 28-jährige Luft- und Raumfahrttechnikerin, aufgewachsen bei Passau, hat schon über die ISS geforscht. Ihre Abschlussarbeit an der Technischen Universität München schrieb sie über Raumanzüge und Außenbordeinsätze. Heute arbeitet sie im Galileo Satelliten-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen, das zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehört. Pree kann Kleinflugzeuge fliegen und sich gut verteidigen. Seit sie sechs ist, macht sie Karate und trägt heute den schwarzen Gürtel - dritter Dan. Zu den Hobbys der gebürtigen Österreicherin mit deutschem Pass gehört auch Bergsteigen.

Die geborene Münchnerin, Jahrgang 1985, ist Eurofighter-Pilotin bei der Bundeswehr. Seit ihrer Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin in den USA sind Geschwindigkeiten von mehr als 2000 Stundenkilometern und Überschläge in der Luft für sie Alltag. Ihr Traum aber bleibt eine Karriere in der Raumfahrt. Um mithalten zu können, hat sie zusätzlich ein Fernstudium in Maschinenbau draufgesattelt. Baumann ist verheiratet und lebt in Köln. Zu ihren Hobbys gehören Skifahren, Mountainbiken, Kitesurfen und Tauchen.

Bei der promovierten Raumfahrttechnikerin Susanne Peters, Jahrgang 1985, hingen Planetenposter schon im Kinderzimmer. Die gebürtige Potsdamerin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr in München. Im Moment beschäftigt sie sich damit, wie man Weltraummüll wieder los wird. In ihrem Zimmer hängt nun eine Karte der Erde. «Raumfahrt heißt auch, eine globale Sicht auf die Dinge zu haben», sagt sie. «Man sieht von da oben keine Grenzen, nur einen fragilen und zerstörbaren Planeten.» Peters stählt sich regelmäßig bei Halbmarathons. Zu ihren Hobbys gehören auch Taekwondo - und Reisen.

Die Astrophysikerin, Jahrgang 1979, ist dem Himmel ganz nah. Die gebürtige Kölnerin forscht über die Entwicklung von Sternen. Sie arbeitet an der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München und auch für Alma, eines der größten Radioteleskope der Welt in Chile. Randall studierte in England und Kanada und lebt heute in München. Ihre Hobbys reichen von Gleitschirmfliegen bis zur Musik - sie spielt Klavier und singt im Chor.

                                  Insa Thiele-Eich                                      

Insa_Thiele_Eich_Copyright@Juliana_Socher.jpg 

                                Lisa Marie Haas

Lisa_Marie_Haas_Copyright@Juliana_Socher.jpg

                                 Magdalena Pree                                     

Magdalena_Pree_Copyright@Juliana_Socher.jpg 

                          Nicole Baumann

Nicola_Baumann_Copyright@Juliana_Socher.jpg

                               Susanne Peters                                     

Susanne_Peters_Copyright@Juliana_Socher.jpg 

                         Suzanna Randall

Suzanna_Randall_Copyright@Juliana_Socher.jpg

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer