Silvester in Köln
Besucher betrachten am Dom in Köln die Lichtinstallation des Künstlers Ingo Dietzel. Foto: Henning Kaiser

Besucher betrachten am Dom in Köln die Lichtinstallation des Künstlers Ingo Dietzel. Foto: Henning Kaiser

dpa

Besucher betrachten am Dom in Köln die Lichtinstallation des Künstlers Ingo Dietzel. Foto: Henning Kaiser

Köln (dpa) - In Köln haben Polizei und Stadt starke Sicherheitsvorkehrungen für die Silvesternacht getroffen. Rund um den Dom wurde mit Absperrungen eine Sicherheitszone eingerichtet, in der Feuerwerk verboten ist.

Die Polizei ist in Köln mit 1400 Beamten im Einsatz, um Übergriffe wie in der Silvesternacht vor zwei Jahren zu verhindern.

Beim Jahreswechsel 2015/16 waren am Hauptbahnhof viele Frauen sexuell bedrängt und beraubt worden. Die Vorkommnisse machten weltweit Schlagzeilen.

Am Sonntagnachmittag trafen am Kölner Hauptbahnhof etwa 15 AfD-Demonstranten auf rund 100 Gegendemonstranten von «Köln gegen Rechts». Ein AfD-Demonstrant erhielt nach Angaben der Polizei einen Platzverweis, nachdem er einen Gegendemonstranten attackiert hatte.

Auch dieses Jahr wird in Köln wieder mit der Anreise großer Gruppen junger Männer gerechnet. Auch in anderen nordrhein-westfälischen Städten ist die Polizei deshalb stark vertreten. Von den insgesamt 40 000 Polizisten im bevölkerungsreichsten Bundesland sind nach Angaben des Innenministeriums 5700 im Einsatz.

Die Polizei steht dabei vor dem Balanceakt, einerseits die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten, andererseits aber auch kein «racial profiling» zu betreiben, also ein gezieltes Vorgehen nach ethnischen Gesichtspunkten. Im vergangenen Jahr hatte Amnesty International der Kölner Polizei vorgeworfen, Hunderte Menschen allein aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermuteten nordafrikanischen Herkunft eingekesselt und kontrolliert zu haben. Die Polizei wies den Vorwurf zurück.

Auch in vielen anderen deutschen Städten wie Hamburg oder Frankfurt am Main und im Ruhrgebiet soll ein Polizeiaufgebot Übergriffe verhindern.

In Berlin gibt es erstmals auf der Festmeile einen Rückzugsbereich - «Safety Area» genannt - für sexuell belästigte Frauen, wo krisengeschulte Helfer des Roten Kreuzes bereitstehen. Unter dem Motto «Welcome 2018» soll bei wohl mild-feuchtem Wetter das neue Jahr begrüßt werden. An der ab mittags geöffneten eingezäunten und bewachten Partymeile auf der Straße des 17. Juni begann um 19.00 Uhr das Bühnenprogramm mit Stars wie Oli P. und Conchita. Um Mitternacht erstrahlt das Höhenfeuerwerk. Das ZDF überträgt live. Um Mitternacht schaltet auch das Erste wieder zum Feuerwerk am Brandenburger Tor.

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