Wetter: Nasser, schwerer Schnee sorgte gestern in vielen Städten für Probleme. Das große Chaos blieb aber aus.

Wuppertal. Tauwetter am Rhein, weiße Massen in den Mittelgebirgen: Das Bergische Land lag gestern unter einer bis zu 30Zentimeter hohen Schneedecke. Auf den Straßen kam der Verkehr größtenteils zum Erliegen, kilometerlange Staus bildeten sich vor allem auf der A1.

Die Polizei meldete etwa drei Dutzend Unfälle im Raum Wuppertal, Remscheid und Solingen. Drei Menschen wurden leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Blechschäden.

Viele ließen das Auto vorsichtshalber stehen

Das große Chaos blieb dennoch aus: Weil Sonntag war, gab es keinen Berufsverkehr. Viele Menschen beherzigten den Rat der Polizei und ließen das Auto stehen. Wer in die Innenstädte von Wuppertal und Remscheid wollte, um beim verkaufsoffenen Sonntag Geschenke zu kaufen, musste sich entweder zu Fuß auf den Weg machen oder - sofern möglich - öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Schwebebahn und S-Bahnen fuhren ohne größere Einschränkungen, der Busverkehr wurde allerdings in allen bergischen Städten eingestellt.

Für die Einzelhändler brachte der heftige Schneefall besonders am verkaufsoffenen Sonntag leichte Umsatzeinbußen mit sich - zwar entschieden sich viele, angesichts des Wetters zuhause zu bleiben, die großen Einkaufszentren waren dennoch gut besucht. Schwieriger war die Situation für die Weihnachtsmärkte. Der Blotschenmarkt in Mettmann oder der Weihnachtsmarkt bei Schloss Lüntenbeck in Wuppertal mussten zwischenzeitlich geschlossen werden - die Schneelast war für die Stände zu groß.

Was der Erwachsenen Leid, ist der Kinder Freud: Schulen und Kindertagesstätten in Solingen sind wegen der Schneelasten auf den Dächern und möglicher Dachlawinen heute komplett geschlossen, in Wuppertal und Remscheid liegt es im Ermessen der Eltern, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken.

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