Castor nach Lubmin
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dpa

Wittenberge/Ludwigslust (dpa). Der Castor-Transport hat am Donnerstag Brandenburg ohne Störung auf dem Weg nach Mecklenburg-Vorpommern durchquert. Der Zug mit hoch radioaktivem Müll war keine halbe Stunde im Land, weil die Strecke durch die Prignitz nur etwa 30 Kilometer betrug.

Rund 450 Polizisten sicherten den Transport nach Angaben eines Polizeisprechers. Es sei jedoch zu keinen Zwischenfällen gekommen. Am Bahnhof Wittenberge (Prignitz) hätten lediglich knapp ein Dutzend Atomkraftgegner friedlich mit Plakaten protestiert. Kaum hatte der Transport die Landesgrenze nach Mecklenburg- Vorpommern überquert, stoppten ihn Kernkraftgegner allerdings.

Kurz vor Ludwigslust sei der Zug zum Stehen gebracht worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei der Nachrichtenagentur dpa. Im Süden Mecklenburgs hatten sich unter anderem Aktivisten aus dem Wendland versammelt.

Der Zug soll rund 2500 Brennstäbe aus Forschungseinrichtungen des Bundes zum bundeseigenen Zwischenlager Nord bei Lubmin nahe Greifswald bringen. Der Transporter war am Dienstag in Südfrankreich gestartet. In Sachsen-Anhalt verzögerte sich der Zeitplan.

In Magdeburg waren in der Nacht 24 Atomkraftgegner in Gewahrsam genommen worden, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Dem Vernehmen nach wurden sie inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

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