Sarel Debrand-Passard hilft in einem Düsseldorfer Altenheim.

Sarel Debrand-Passard ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden.
Sarel Debrand-Passard ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden.

Sarel Debrand-Passard ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden.

S. Arend

Sarel Debrand-Passard ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden.

Düsseldorf. Sein Aufgabenfeld reicht von Essen anreichen und Wäsche machen bis hin zur Begleitung der Freizeitaktivitäten der Heimbewohner. „Ich bin praktisch das Mädchen für alles“, sagt Sarel Debrand-Passard. Seit Oktober ist der 19 Jahre alte Düsseldorfer einer von zwei Bundesfreiwilligendienstlern im Altenheim Dorothee-Sölle-Haus an der Hansaallee in Düsseldorf.

„Eigentlich“, räumt Debrand-Passard ein, „hatte ich diese Tätigkeit nicht eingeplant.“ Ursprünglich habe er nach seinem Abitur am Cecilien-Gymnasium ein Studium beginnen wollen. „Da habe ich aber den Einstiegstermin verpasst.“ Die Zeit bis zum nächstmöglichen Starttermin an der Uni habe er sinnvoll überbrücken wollen: „Dafür war der Bundesfreiwilligendienst am geeignetsten.“

Nach seinen ersten drei Monaten als „Bufdi“ ist der 19-Jährige „total zufrieden“ mit dieser Entscheidung. „Die Arbeit mit den älteren Menschen macht Spaß und erfüllt mich.“ Darüber hinaus könne man seine sozialen Kompetenzen erweitern und wertvolle Erfahrungen sammeln. „Ich würde jedem raten, sich zumindest ein paar Monate für den Bundesfreiwilligendienst zu melden“, sagt Debrand-Passard.

„Das ist eine kleine Einstimmung auf den späteren Berufsalltag“

Natürlich sei die Umstellung vom Schulalltag auf den Vollzeitjob nicht ganz einfach. Immerhin arbeite man von acht bis 17 Uhr. „Das ist aber gar nicht schlecht und schon eine kleine Einstimmung auf den späteren Berufsalltag. Außerdem gibt’s auch ein nettes Taschengeld“, sagt der 19-Jährige und schmunzelt.

So viel Spaß ihm die auf sechs Monate befristete Tätigkeit im Dorthee-Sölle-Haus jedoch auch macht, seine berufliche Zukunft sieht der Abiturient nicht im sozialen Bereich. „Ich möchte später etwas im mathematischen oder naturwissenschaftlichen Bereich machen“, erklärt er. Und wenn es auch zum kommenden Sommersemester nicht mit der Uni-Anmeldung klappt? Kein Problem: „Dann hoffe ich, dass ich noch sechs Monate länger im Altenheim bleiben kann. Die Zeit wäre sicher nicht verschwendet.“

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ersetzt seit dem 1. Juli 2011 zumindest in Teilen den mit Ende der Wehrpflicht auslaufenden Zivildienst. Der BFD ist keine Pflicht, sondern ein Angebot – und zwar uneingeschränkt an alle: Frauen und Männer, Junge und Alte, Deutsche und Ausländer.

 

Der Dienst dauert in der Regel ein Jahr. Er kann aber auf zwei Jahre verlängert oder auf sechs Monate verkürzt werden.

 

„Bufdis“ erhalten ein Taschengeld von bis zu 330 Euro im Monat.

Stellen gibt es in sozialen, kulturellen oder ökologischen Einrichtungen. Man kann sich entweder bei den Einrichtungen oder im Netz bewerben:

 

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