Madrid. Eine "Gewaltorgie" angetrunkener britischer Soldaten in einer Gaststätte auf der Ferieninsel Lanzarote hat in Spanien Empörung ausgelöst. Wenigstens sechs Militärs hatten im Urlauberort Costa Teguise ein argentinisches Restaurant in einen Trümmerhaufen verwandelt, vier Bedienstete krankenhausreif geschlagen und unter den Gästen eine Panik ausgelöst.

"Die Soldaten hörten nicht auf, auf mich einzuprügeln", berichtete der 31-jährige Koch Martin Vessecchia der Zeitung "El País" (Donnerstagsausgabe). "Ich dachte, sie wollten mich umbringen."

Die Briten, die sich zu einem Manöver auf der kanarischen Insel aufhielten, waren nach Medienberichten gewalttätig geworden, als der Besitzer des Lokals sie aufforderte, eine angeblich gestohlene Weinflasche zurückzugeben. Daraufhin schlugen die Soldaten auf die Bediensteten ein und zertrümmerten Tische, Stühle und Fenster.

Die spanische Polizei nahm die Gewalttäter fest. Eine Haftrichterin ordnete Untersuchungshaft an. Die Opfer beklagten sich in einem Brief an den britischen Premierminister Gordon Brown darüber, dass die Soldaten ihre Kräfte an wehrlosen Zivilisten ausgelassen hätten.
 

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