Verzweifelt steht ein Brasilianer in den Trümmern einer Ortschaft.
Verzweifelt steht ein Brasilianer in den Trümmern einer Ortschaft.

Verzweifelt steht ein Brasilianer in den Trümmern einer Ortschaft.

Aufräumarbeiten. Mehr als 420 Menschen verloren bei der Unwetterkatastrophe ihr Leben.

Starker Regen hatte die Schlammlawinen ausgelöst.

Die Wasser- und Schlammwellen haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Schlammiges Wasser wälzt sich durch den brasilianischen Ort Teresopolis.

Gegen die Wand: Die Wucht des Wasser hat einen Wagen gegen eine Wand geschleudert.

dpa, Bild 1 von 6

Verzweifelt steht ein Brasilianer in den Trümmern einer Ortschaft.

Rio de Janeiro (dpa) - Bei einer der schwersten Unwetter- Katastrophen in Brasilien seit Jahrzehnten sind im Umland von Rio de Janeiro mehr als 420 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Rettungskräfte waren in dem Katastrophengebiet nördlich der Stadt im Einsatz.

Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter deutlich steigt. Das Rote Kreuz sprach am Donnerstag von chaotischen Zuständen. Meteorologen sagten weitere Regenfälle für die bergige Serrana-Region voraus.

Im Ort Teresópolis rund 100 Kilometer von Rio entfernt bot sich ein Bild der Verwüstung. Allein in diesem Ort starben nach Erdrutschen und Überschwemmungen 176 Menschen. In Nova Friburgo kamen 199 Menschen ums Leben. Häuser stürzten unter dem Druck meterhoher Schlammfluten ein, Autos und Lastwagen wurden fortgespült. «Tsunami, Haiti - Sie können es nennen wie sie wollen. Die Situation ist chaotisch. Das, was passiert ist, liegt völlig außerhalb dessen, was wir in dieser Serrana-Region je gesehen haben», sagte ein Rot- Kreuz-Mitarbeiter.

In einigen Städten brachen die Stromversorgung und das Telefonnetz zusammen. Immer noch hatten die Rettungskräfte wegen der andauernden Regenfälle Schwierigkeiten, zu allen Unglücksorten vorzudringen. In lokalen Medien war von der größten Naturkatastrophe seit mehr als vier Jahrzehnten die Rede. Im Januar 1967 waren bei Überschwemmungen 300 Menschen getötet worden. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff wollte sich am Donnerstag in der Krisenregion ein Bild von der Lage machen. Sie stellte erste Soforthilfen in Höhe von 780 Millionen Reais (rd. 356 Millionen Euro) in Aussicht.

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