Duisburg. Beim Brand einer Schwefelsäure-Filteranlage in einer Duisburger Chemiefabrik ist am Mittwoch ein Schaden von mehr als einer Million Euro entstanden. Menschen wurden nicht verletzt. Das teilten ein Firmensprecher und die Stadt mit. Die Brandursache war zunächst völlig unklar. Die Anlage stand seit einer Woche wegen des Nachfragerückgangs für chemische Produkte still.

Über der Brandstelle war am Morgen eine große schwarze Rauchwolke zu sehen, die sich aber bald verzog. Anwohner mussten mehrere Stunden Fenster und Türen geschlossen halten, das Werksgelände wurde abgesperrt. Alle Luftmessungen hätten ungefährliche Werte ergeben, sagten die Sprecher. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurden am frühen Mittag die Warnungen und die Werkssperrung wieder aufgehoben.

Die Flammen zerstörten ein etwa 10 mal 15 Meter großes und 15 Meter hohes Gebäude komplett. In der Chemiefabrik der Firma Sachtleben arbeiten nach Angaben des Sprechers rund 1200 Menschen.

Das Feuer war aus unbekannten Gründen gegen 8.22 Uhr ausgebrochen. Die Werksfeuerwehr habe mehrere Löschzüge aus der Umgebung zur Unterstützung angefordert. Über 100 Feuerwehrleute hätten innerhalb von drei Stunden den Brand mit Schaum gelöscht und benachbarte Tankanlagen gekühlt, so dass das Feuer sich nicht ausbreiten konnte.

Die Firma Sachtleben stellt Spezialchemikalien wie weiße Pigmente für die Lack- und Kunststoffindustrie her und ist seit über 100 Jahren in Duisburg ansässig. Zusammen mit einem weiteren Standort in Finnland werden etwa 1700 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Jahresumsatz von rund 550 Millionen Euro erwirtschaften.

 

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