Der brasilianische Fußball-Star soll eine Studentin in der Disko vergewaltigt haben.

Manchesters Stürmer Robinho weist die Vorwürfe zurück.
Manchesters Stürmer Robinho weist die Vorwürfe zurück.

Manchesters Stürmer Robinho weist die Vorwürfe zurück.

Reuters

Manchesters Stürmer Robinho weist die Vorwürfe zurück.

London. Englands teuerster Fußballer steht im Verdacht, eine 18-jährige Studentin vergewaltigt zu haben: Der Manchester-City-Star Robinho befindet sich zurzeit zwar gegen Kaution auf freiem Fuß, die Ermittlungen laufen allerdings auf Hochtouren.

Am Dienstag ist der brasilianische Stürmer, der erst im vergangenen September für die Rekordsumme von 43 Millionen Euro nach Manchester gewechselt war, von der Polizei vernommen worden. Der 25-Jährige hat DNA-Proben abgegeben und zu den Vorwürfen Stellung genommen. Sein Sprecher teilte mit: "Wir bestätigen, dass Robinho im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens bei der Polizei war. Er weist alle Vorwürfe strikt von sich."

Die mutmaßliche Vergewaltigung soll sich in den frühen Morgenstunden des 14. Januar im Club "The Space" in Leeds zugetragen haben. Die 18-jährige Frau ist englischen Presseberichten zufolge eine Erstsemester-Studentin aus Yorkshire, die den Sportler in der Vip-Lounge der Disko getroffen hat. Sie soll die Polizei nicht aus dem Club, sondern erst am Nachmittag von Zuhause aus alarmiert haben.

Die Aussagen der jungen Frau sind auf Video aufgezeichnet worden. Ermittler haben zudem die beiden Säle der Disko auf Beweismaterial untersucht und Bänder aus Überwachungskameras mitgenommen. Offenbar wollten sie den Stürmer, der mit bürgerlichem Namen Robson de Souza heißt, bereits vergangene Woche befragen, als sein Team aus dem Trainingslager in Spanien zurückkehrte.

Doch Robinho war schon vorher abgereist und hatte einen Flug in seine brasilianische Heimat genommen. Eine Erlaubnis seines Trainers hatte er dafür nicht, machte allerdings "familiäre Gründe" geltend. Er kehrte Sonntag zurück. Postwendend gab’s die Strafe vom Verein: Robinho soll für seinen Ausflug 215000 Euro zahlen.

Es könnte der letzte Versuch sein, den launischen Spieler zu bändigen. Robinho hatte bereits bei Real Madrid Ärger: Trainer Fabio Capello warf ihm Faulheit vor; es gab Gerüchte um Alkoholgestank in der Umkleide und unerlaubte Trips nach Brasilien. Robinho heulte vor laufender Kamera bis Scheich Mansour, Investor des nordenglischen Vereins, das Scheckbuch zückte.

Zuletzt war der brasilianische Nationalstürmer mit Freundin Vivian und seinem 13 Monate alten Sohn ins ländliche Cheshire gezogen. Sein Wochenverdienst wird auf 170000 Euro geschätzt. Mit den Vorwürfen ist die Ruhe, die gerade eingekehrt war, allerdings schlagartig vorbei.

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