Ein Gericht im belgischen Dendermonde verlängerte am Dienstag den Haftbefehl: Dem Mann wird zur Last gelegt, zwei Babys und eine Betreuerin erstochen zu haben.

Flämisch- und französisch-sprachige Zeitungen zeigen Fotos des mutmaßlichen Täters.
Flämisch- und französisch-sprachige Zeitungen zeigen Fotos des mutmaßlichen Täters.

Flämisch- und französisch-sprachige Zeitungen zeigen Fotos des mutmaßlichen Täters.

dpa

Flämisch- und französisch-sprachige Zeitungen zeigen Fotos des mutmaßlichen Täters.

Brüssel. Nach dem Amoklauf in einem belgischen Kinderhort bleibt der festgenommene 20-Jährige vorläufig in Untersuchungshaft. Ein Gericht in Dendermonde verlängerte am Dienstag den Haftbefehl, wie der flämische Rundfunksender VRT berichtete.

Dem jungen Mann wird zur Last gelegt, am vergangenen Freitag zwei Babys und eine Betreuerin in der Kindertagesstätte erstochen zu haben. In einem Gespräch mit seinem Pflichtverteidiger sprach der 20- Jährige nach Medienberichten am Montagabend über seine Tat in der Kindertagesstätte. «Er begreift, dass er etwas Unmenschliches getan hat», sagte sein Anwalt Jaak Haentjens.

Ob er sein Tun bereue, sei ungewiss: «Ich hoffe es», erklärte der Anwalt im VRT-Radio. Ein Motiv habe der junge Mann nicht genannt: «Warum er Babys in der Kindertagesstätte als Opfer aussuchte, bleibt ein Rätsel», zitierte die Zeitung «De Morgen» den Verteidiger.

Der 20-Jährige steht zudem im Verdacht, eine Woche zuvor eine 73 Jahre alte Frau umgebracht zu haben. In ersten Aussagen habe er jede Verantwortung für diese frühere Tat von sich gewiesen, berichteten belgische Medien am Dienstag unter Berufung auf dessen Anwalt. Der junge Mann habe Haentjens gesagt, er wisse von diesem Fall nichts.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft gibt es hingegen «starke Anzeichen» dafür, dass der Festgenommene genau eine Woche vor der Tat in der Kinderkrippe auch die Seniorin erstach. Fahnder fanden nach Angaben des flämischen Rundfunksenders VRT am Tatort DNA-Spuren des 20-Jährigen.

Insgesamt waren am Freitagvormittag in der Kinderkrippe in Dendermonde drei Menschen getötet und zwölf verletzt worden. Der Täter hatte wahllos auf die Kinder eingestochen. Nach kurzer Flucht war er festgenommen worden. Am Montagabend versammelten sich rund 9000 Menschen - darunter viele Politiker - vor der Krippe, um der Opfer zu gedenken.
 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer