Minister kündigt an: Die Aktion wird im März und im September wiederholt.

Kontrollen
Erwischt: Trotz Vorwarnungen in den Medien wurde dieser Fahrer in Düsseldorf mit zu hohem Tempo ertappt. Die Übertretung war allerdings so niedrig, dass sie mit 25 Euro Verwarngeld erledigt werden konnte.

Erwischt: Trotz Vorwarnungen in den Medien wurde dieser Fahrer in Düsseldorf mit zu hohem Tempo ertappt. Die Übertretung war allerdings so niedrig, dass sie mit 25 Euro Verwarngeld erledigt werden konnte.

Judith Michaelis

Erwischt: Trotz Vorwarnungen in den Medien wurde dieser Fahrer in Düsseldorf mit zu hohem Tempo ertappt. Die Übertretung war allerdings so niedrig, dass sie mit 25 Euro Verwarngeld erledigt werden konnte.

Düsseldorf. Der Blitz-Marathon mit Ansage bescherte dem Land Nordrhein-Westfalen am Freitag größtenteils disziplinierte Autofahrer. Bei einer ersten Zwischenbilanz zu der 24-Stunden-Aktion meldete das Innenministerium am Nachmittag: „Die Autofahrer sind heute langsamer und disziplinierter gefahren. Damit haben wir unser Ziel erreicht. Denn wir wollen mehr Verkehrssicherheit und nicht mehr Knöllchen.“

Spitzen-Raser war innerorts mit Tempo 102 unterwegs

Einige Autofahrer waren allerdings trotz Vorwarnung in den Medien mit Vollgas in die Radarkontrollen gefahren. „In Duisburg war ein Fahrer mit Tempo 102 unterwegs, obwohl nur 50 Stundenkilometer erlaubt sind“, berichtete ein Innenministeriumssprecher. Für den Raser bedeutet das ein Bußgeld von mindestens 280 Euro, vier Punkte in Flensburg und zwei Monate Führerscheinentzug.

Ein anderer Pkw-Fahrer sei innerorts in Düsseldorf mit 95 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 km/h durch eine Kontrolle gerast – ein Monat Fahrverbot. Allein auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Düsseldorf registrierte die Polizei 398 Verstöße. Elf Fahrverbote wurden dort ausgesprochen.

Als die Rede auf den Blitz-Marathon kam, schnappte die Falle zu

Mit mehr oder weniger Humor nahm ein Ehepaar die Aktion, als es gegen Mittag in Hagen mit 65 km/h bei erlaubten 50 in eine Laserkontrolle geriet. Der Autofahrer lachte ein wenig verkniffen, als er 25 Euro Verwarngeld zahlen musste. „Gerade im Augenblick der Messung habe ich mit meiner Frau über den Blitz-Marathon gesprochen“, erzählte er den Polizeibeamten.

Minister Jäger zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Aktion. Sinn des Ganzen sei gewesen, dass jeder über seine Fahrweise nachdenke. Auf die Einsicht der Autofahrer will der Minister aber nicht allein setzen. Künftig werde es verstärkt Kontrollen geben. Und fest steht auch, dass die 24-Stunden-Aktion wiederholt wird – im April und im September.

Radarfallen lassen bei Stadt und Land die Kassen klingeln. So brachten eine Million Fälle mit Übertretungen von maximal 20 Stundenkilometern Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 rund 43,5 Millionen Euro ein.

 

Allein die Stadt Bielefeld kassierte mit ihrem berühmten Starenkasten auf der Autobahn 2 im vergangenen Jahr 5,7 Millionen Euro.

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