Die österreichischen Behörden hatten am 20.01.2017 einen 17-jährigen Terrorverdächtigen in Wien festgenommen, der im Verdacht steht, einen Terroranschlag in Österreichs Hauptstadt geplant zu haben.
Die österreichischen Behörden hatten am 20.01.2017 einen 17-jährigen Terrorverdächtigen in Wien festgenommen, der im Verdacht steht, einen Terroranschlag in Österreichs Hauptstadt geplant zu haben.

Die österreichischen Behörden hatten am 20.01.2017 einen 17-jährigen Terrorverdächtigen in Wien festgenommen, der im Verdacht steht, einen Terroranschlag in Österreichs Hauptstadt geplant zu haben.

Hans Punz

Die österreichischen Behörden hatten am 20.01.2017 einen 17-jährigen Terrorverdächtigen in Wien festgenommen, der im Verdacht steht, einen Terroranschlag in Österreichs Hauptstadt geplant zu haben.

Mainz/Wien (dpa) - Der 17-jährige Terrorverdächtige, der am 20. Januar in Wien festgenommen wurde, hatte nach Recherchen des ARD-Magazins «Report Mainz» und des österreichischen Magazins «Falter» die US-Airbase im pfälzischen Ramstein im Visier. Er habe überlegt, dort neben einer Mülltonne eine Rohrbombe explodieren zu lassen, berichten die beiden Medien unter Berufung auf die Verhörprotokolle. Motiv soll Hass auf die USA gewesen sein.

«Es stimmt. Ich wollte tatsächlich eine Bombe bauen. Eine echte Bombe. Das habe ich vorgehabt», zitieren die Magazine aus den Verhörprotokollen. «Aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, den Anschlag tatsächlich zu verüben. Ich habe es nicht zusammengebracht, tatsächlich so viele Menschen zu töten.» Die Airbase in Ramstein bei Kaiserslautern ist der größte US-Luftwaffenstützpunkt in Europa.

Die Anleitung für den Bombenbau hatte der junge Terrorverdächtige den Berichten zufolge im Internet gefunden. Dort habe er die Anleitungen zu jener Bombe entdeckt, die ein Islamist in Ansbach bei einem Open-Air-Konzert zündete. Der Verdächtige soll sich den Berichten zufolge darüber auch mit dem Zwölfjährigen ausgetauscht haben, der einen solchen Sprengsatz gebaut und in Ludwigshafen bei einem Weihnachtsmarkt abgestellt haben soll. In Wien soll der 17-Jährige darüber hinaus Kontakt zu einem weiteren Zwölfjährigen gehabt haben, mit dem er sich über den Kauf von Sturmgewehren unterhalten haben soll.

Das Innenministerium in Wien wollte die Berichte am Dienstagabend unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. Dem 17-Jährigen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Einen Tag nach seiner Festnahme war im rheinischen Neuss ein 21-Jähriger als mutmaßlicher Komplize festgenommen worden.

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