Istanbul (dpa). Bei einer schweren Explosion in einem türkischen Kohlestollen sind am Montag mindestens 25 Bergleute verschüttet worden. Mehrere der Männer seien verletzt, berichteten türkische Fernsehsender. Rettungsteams waren im Einsatz, um die Arbeiter aus dem Karadon-Bergwerk in der Provinz Zonguldak am Schwarzen Meer zu befreien. "Wir versuchen, an sie heranzukommen", sagte der türkische Arbeitsminister Ömer Dincer.

Der Grund für die Explosion war zunächst unklar. Erst im Februar waren 13 Bergleute bei einem schweren Grubenunglück im Nordwesten der Türkei ums Leben gekommen.

In der Türkei kommt es immer wieder zu tödlichen Grubenunfällen. Mehrfach gab es in den vergangenen Jahren Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen oder es wurden veraltete Arbeitsgeräte eingesetzt. Das folgenschwerste Unglück der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich 1992 ebenfalls in einem Bergwerk in der Provinz Zonguldak. Dort starben bei einer Gasexplosion 263 Menschen.

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