Starke Schneefälle bringen eine ganze Region ins Rutschen. Am Niederrhein nur Schmuddelwetter.

Zwei Lkw hängen an der Ausfahrt Haan-Hochdahl der A46 fest, sie schaffen den Anstieg auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht. Der Van (links) schlängelt sich über den Randstreifen an dem Hindernis vorbei.
Zwei Lkw hängen an der Ausfahrt Haan-Hochdahl der A46 fest, sie schaffen den Anstieg auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht. Der Van (links) schlängelt sich über den Randstreifen an dem Hindernis vorbei.

Zwei Lkw hängen an der Ausfahrt Haan-Hochdahl der A46 fest, sie schaffen den Anstieg auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht. Der Van (links) schlängelt sich über den Randstreifen an dem Hindernis vorbei.

Thomé, Schinkel, Keusch, Preuss

Zwei Lkw hängen an der Ausfahrt Haan-Hochdahl der A46 fest, sie schaffen den Anstieg auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht. Der Van (links) schlängelt sich über den Randstreifen an dem Hindernis vorbei.

Wuppertal. Wenn die Kollegin aus Wuppertal-Cronenberg von der mächtigen Schneewalze erzählt, die daheim alles lahmgelegt hat, erntet sie an der Düsseldorfer Königsallee ungläubiges Staunen.

Tatsächlich sind es von der Landeshaupstadt bis in die Bergische Metropole keine 30 Kilometer. Doch beim Wetter liegen zwischen den beiden Städten immer wieder Welten. So auch am Freitag: Während im Bergischen zunächst Eis und dann jede Menge Schnee Menschen und Fahrzeuge ins Rutschen brachten, gab es am Niederrhein Schmuddelwetter mit etwas Schneeregen.

Autopendler traf es gleich zweifach: Am Morgen waren sie aus dem bergischen Städtedreieck Wuppertal/ Solingen/ Remscheid und Teilen des Kreises Mettmann zu ihren Arbeitsplätzen "bergab" geschlichen.

Am Abend war es dann nicht anders: Von den Autobahnen 1, 3 und 46 wurden immer wieder Staus gemeldet. Zuhause endlich angekommen, ging es bei anhaltendem Schneefall zäh oder überhaupt nicht weiter: Zahlreiche Straßen waren wegen Glätte gesperrt, gestreut wurde angesichts des immer knapper werden Salzes bzw. Splits nur noch sehr sparsam.

In Wuppertal wurden angesichts der heftigen Schneefälle Einsatzkräfte aus ihrem dienstfreien Tag geholt. Der Busverkehr wurde weitgehend eingestellt, nur noch die Talsohle wurde von den Stadtwerken befahren. Für den übrigen Verkehr gab es ebenfalls kaum noch ein Durchkommen, einige Straßen wurden gesperrt. Der Winterdienst räumte die A46 und die Hauptstraßen, streute aber bei anhaltendem Schneefall nicht.

In Solingen waren die Stadtwerkebusse (SWS) am Nachmittag nur noch nach einem ausgedünnten Notfahrplan unterwegs. Es werde "auf Sicht" gefahren, so SWS-Sprecherin Silke Rampe. Wenn eine Straße blockiert sei, nehme der Fahrer eine Ausweichstrecke. Von den O-Bussen fuhren nur noch wintertaugliche Modelle aus der Schweiz.

In Remscheid ging auf vielen Straßen nichts mehr: dichter Schneefall hatte den Verkehr zum Erliegen gebracht; querhängende Lkw blockierten die Fahrbahnen. Einige Brummifahrer gaben angesichts der Lage auf und parkten ihre Laster schlicht am Straßenrand.

Der Busverkehr wurde in Remscheid und weiten Teilen des Oberbergischen Kreises eingestellt. In Wermelskirchen stellten sich am Nachmittag allein drei Busse quer, die Fahrer mussten auf Abschleppwagen warten. In Kürten rutschte ein Bus in ein Haus. Passagiere waren bei der Leer-Fahrt nicht an Bord, die Fahrerin erlitt nach Polizeiangaben einen Schock.

Die Stadt Radevormwald sperrte vorsorglich drei Sporthallen, da die Schnee-Lasten auf den Dächern immer größer wurden. Im Kreis Mettmann musste die Rheinbahn am Vormittag aufgrund des eingeschränkten Winterdienstes der Städte ihren Betrieb auf vielen Buslinien einstellen. Betroffen vom Schneechaos war auch die A535, auf der sich mehrere Lkw festgefahren hatten.

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