Breno soll den schweren Brand in seiner Villa selbst gelegt haben. Clubchef Hoeneß greift die Ermittler scharf an.

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Seit Samstag sitzt Bayern-Profi Breno in U-Haft. Er wird verdächtigt, seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald angezündet zu haben. Bei dem Brand in der vergangenen Woche entstand ein Millionenschaden.

Seit Samstag sitzt Bayern-Profi Breno in U-Haft. Er wird verdächtigt, seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald angezündet zu haben. Bei dem Brand in der vergangenen Woche entstand ein Millionenschaden.

Seit Samstag sitzt Bayern-Profi Breno in U-Haft. Er wird verdächtigt, seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald angezündet zu haben. Bei dem Brand in der vergangenen Woche entstand ein Millionenschaden.

dpa, Bild 1 von 2

Seit Samstag sitzt Bayern-Profi Breno in U-Haft. Er wird verdächtigt, seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald angezündet zu haben. Bei dem Brand in der vergangenen Woche entstand ein Millionenschaden.

München. Damit hatten selbst nach Bekanntwerden des Verdachts nur die wenigsten gerechnet: Fußball-Profi Breno von Bayern München sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den 21-Jährigen, den schweren Brand in der von ihm gemieteten Villa selbst gelegt zu haben. Ein Amtsgericht erließ den Haftbefehl gegen den Brasilianer nun wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Hoeneß: Das ist Wahnsinn, wie sich die Staatsanwaltschaft aufführt

Bayern-Präsident Uli Hoeneß brachte die Entscheidung am Wochenende binnen kürzester Zeit auf die Palme. Er griff die Münchner Ermittler wegen ihres konsequenten Vorgehens massiv an. „Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wie sich die Münchner Staatsanwaltschaft aufführt, das ist Wahnsinn“, schimpfte Hoeneß am Samstagabend.

Insbesondere die Begründung „Flucht- und Verdunkelungsgefahr“ stieß bei Hoeneß und auch Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge auf großes Unverständnis. Von „lächerlich“ sprach Hoeneß, während Rummenigge darauf hinwies, dass Breno seit dem Feuer in dem Haus gar keinen Pass mehr besitze: „Der ist bei dem Brand vernichtet worden. Ohne Pass kann man, glaube ich, nirgendwohin flüchten.“

Rummenigge appellierte an die Behörden: „Man spricht ja oft vom Promi-Bonus, ich möchte aber auch keinen Promi-Malus haben.“ Hoeneß äußerte sich weniger diplomatisch: „Wenn die Staatsanwaltschaft glaubt, dass das in unserem Staat richtig ist, dann gute Nacht Deutschland.“ Einen Haftbefehl erlässt allerdings nicht ein Staatsanwalt, sondern ein Richter.

Fakt ist, dass die Ermittler deutliche Indizien dafür haben müssen, dass Breno das Feuer vorsätzlich gelegt haben könnte. Nach der vorläufigen Einschätzung des Sachverständigen gebe es Hinweise, dass es sich um „kein zufälliges Ereignis“ gehandelt habe, berichtete Behördensprecher Thomas Steinkraus-Koch.

Spekulationen über private Sorgen des Bayern-Profis

Breno Vinicius Borges wurde am 13. Oktober 1989 in Cruzeiro (Brasilien) geboren.

 

Der 1,87 Meter große Abwehrspieler spielte von 2003 bis 2007 beim FC Sao Paulo (Brasilien) und wechselte Anfang 2008 zum FC Bayern München. Im vergangenen Jahr war er zeitweise an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen, fiel allerdings lange verletzt aus. Sein Vertrag bei Bayern läuft noch bis Mitte 2012.

 

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Deutscher Meister 2008, DFB-Pokalsieger 2008, brasilianischer Meister 2007, Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2008.

 

Breno ist verheiratet und hat einen Sohn.

 

Viele Spekulationen sind im Umlauf, von privaten Sorgen des Profis ist die Rede. Am Tag vor der Brandnacht hatte sich Brenos gesundheitliche und berufliche Situation erneut verschlechtert, er klagte wieder über Knieprobleme, wie Trainer Jupp Heynckes bestätigte. Die Bayern wollen Breno weiterhin unterstützen. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, ihn über eine Kaution freizubekommen, werden wir sicherlich alles tun“, meinte Hoeneß.

Bei schwerer Brandstiftung droht mindestens ein Jahr Gefängnis

Der Brand war am vergangenen Dienstag kurz nach Mitternacht in der Villa in Grünwald ausgebrochen. Es entstand ein Millionenschaden. Breno hielt sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus auf und erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Seine Ehefrau war mit dem gemeinsamen Sohn und ihren zwei weiteren Kindern nicht daheim. Bei schwerer Brandstiftung droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

 

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