EZB-Hauptsitz in Frankfurt, das World Trade Center in New York und das WM-Stadion in São Paulo: Ein Überblick der Bauten.

In New York soll im Frühjahr das One World Trade Center eröffnet werden.
In New York soll im Frühjahr das One World Trade Center eröffnet werden.

In New York soll im Frühjahr das One World Trade Center eröffnet werden.

In Frankfurt entsteht das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank für 1,2 Milliarden Euro.

In Monaco wird am „Tour Odeon“ gebaut, der 170 Meter hoch werden soll.

Tour Odeon/Olaf Steinacker, Bild 1 von 3

In New York soll im Frühjahr das One World Trade Center eröffnet werden.

Berlin. Ob Frankfurt, Monaco, New York oder São Paulo – an vielen Orten der Welt geht es im kommenden Jahr hoch her – im wörtlichen Sinne. Eine Auswahl großer Bauprojekte in Europa, Amerika und Südamerika:

Frankfurt

Im Osten der Stadt am Mainufer – und nicht etwa im Bankenviertel – entsteht in Frankfurt das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Umzug ist Mitte 2014 geplant. Der Komplex besteht aus einem Hochhaus und einer denkmalgeschützten Halle. Büros und Besprechungsräume sind in zwei in sich verdrehten Glastürmen untergebracht, Brücken verbinden sie. Die ehemalige Großmarkthalle beherbergt Eingangsbereich, Kantine und Konferenzräume. 1,2 Milliarden Euro gibt die EZB als Gesamtinvestitionskosten an – rund 350 Millionen Euro mehr als 2005 kalkuliert.

New York

In Manhattan soll endlich fertig werden, worauf die New Yorker schon seit Jahren warten: Im Frühjahr 2014 soll das neue World Trade Center eröffnet werden, fast 13 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Mit den ursprünglichen Plänen von Daniel Libeskind hat der Turm nicht mehr viel zu tun, später fertig geworden ist er auch, und selbst der Name „Freedom Tower“ wurde durch „One World Trade Center“ (1 WTC) ersetzt. Mit 1776 Fuß (1776, das Jahr der Unabhängigkeit) ist es das höchste Gebäude der USA. Fast 2,7 Milliarden Euro soll der Turm gekostet haben.

Monaco

Im Fürstentum Monaco entsteht ein Projekt der Superlative. Bis Mitte 2014 soll der „Tour Odéon“ 170 Meter in den Himmel gewachsen sein. Dann wird der schlanke Riese den Bewohnern übergeben. Nach Angaben der Turmbauer sind 25 Appartements zu Quadratmeterpreisen von mehr als 75 000 Euro verkauft worden. Zwischen dem 20. und dem 49. Stockwerk planen die Bauherren 70 Luxuswohnungen. Vom 3300 Quadratmeter großen Penthouse aus geht der Blick hinüber auf den Felsen mit dem Fürstenpalast.

São Paulo

Am 12. Juni 2014 wird die Fußballwelt auf São Paulo blicken, wo in der „Arena Corinthians“ die WM 2014 eröffnet werden soll. Eigentlich hätte das Rechteck-Stadion schon zum 31. Dezember 2013 fertig sein sollen. Doch ein umstürzender Kran beschädigte die Dachkonstruktion. Zwei Arbeiter starben bei dem Unfall am 27. November.

Unter den verschiedenen teuren Prestigeprojekten der Golfaraber sticht eines hervor: König Abdullah von Saudi-Arabien hat im August 2011 den Grundstein für die Erweiterung der Großen Moschee in Mekka gelegt. Im Innenhof des Gebäudes steht die Kaaba, das wichtigste Heiligtum des Islam. Läuft alles nach Plan, dann soll der Neubau Ende 2014 fertiggestellt sein. Die Erweiterung wird wegen der Enge bei der Pilgerfahrt („Hadsch“) von vielen Muslimen begrüßt. Allerdings wurde auch Kritik laut, da für den Neubau historische Bausubstanz zerstört wurde.

Jetzt dürfte die Fertigstellung wohl bis April 2014 dauern. Das auch als „Itaquerão“ bekannte Stadion hat eine prägnante, transparente Architektur mit offenen Seiten. Die Kosten für die Arena belaufen sich auf etwa 263 Millionen Euro. Eigentlich bietet das Heimstadion des Erstliga-Clubs Corinthians Platz für 48 000 Zuschauer, zur WM werden es aber bis zu 68 000 sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer