Die Züge in NRW fahren wieder - wenn auch mit Einschränkungen. Das Wetter bleibt ungemütlich und stürmisch.

Nach Sturmtief Niklas sollen am Mittwochmorgen wieder fast alle Züge in NRW fahren.
Nach Sturmtief Niklas sollen am Mittwochmorgen wieder fast alle Züge in NRW fahren.

Nach Sturmtief Niklas sollen am Mittwochmorgen wieder fast alle Züge in NRW fahren.

dpa

Nach Sturmtief Niklas sollen am Mittwochmorgen wieder fast alle Züge in NRW fahren.

Düsseldorf (dpa) - Die Züge im Nah- und Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwochmorgen weitgehend planmäßig gefahren. „Alle Hauptstrecken sind wieder befahrbar“, sagte eine Bahn-Sprecherin in Berlin. Einzelne Verbindungen fielen aber noch aus oder waren verspätet. Nicht alle Züge stünden am richtigen Einsatzort. Im Laufe des Tages sollte sich die Lage aber weiter normalisieren, sagte die Sprecherin. An einzelnen Stellen beseitigte die Bahn auch am Mittwoch noch Unwetterschäden.

Am Dienstag hatte das Sturmtief „Niklas“ den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen fast vollständig zum Stillstand gebracht. Zehntausende strandeten an den Bahnhöfen, mussten ausweichen auf Taxis, Mitfahrgelegenheiten oder eine Übernachtung im Hotel.

Bahn verteidigt Sturm-Stopp: Sinnvoller Betrieb nicht möglich  

Die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen hat den stundenlangen Stopp des regionalen Bahnverkehrs während des Sturms am Dienstag als notwendig verteidigt. „Beim Nahverkehr war ein sinnvoller Betrieb nicht möglich“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Düsseldorf. Es habe wegen des Sturms viele Störungen im Schienennetz gegeben. Die Entscheidung habe auch einen Sicherheitsaspekt, denn Reisende seien in den Bahnhöfen viel besser zu betreuen als etwa in einem Zug auf freier Strecke. Arbeitstrupps seien sofort losgefahren und hätten auch in der Nacht noch Schäden beseitigt. Alle Strecken seien inzwischen wieder frei.

Nach Bahnangaben spielten auch die Erfahrungen mit dem Sturm Ela im vergangenen Sommer eine Rolle. Zuletzt hatte die Bahn in NRW während des Orkans Kyrill 2007 den Schienenverkehr zeitweise gestoppt. Züge des Fernverkehrs waren am Dienstag auch gestört, aber teilweise unterwegs. Allerdings waren Fernverbindungen, die sonst über den Knotenpunkt Duisburg fahren, weiträumig über Wuppertal und Hagen umgeleitet worden.

Bei den Einsatzkräften hat sich die Lage in der Nacht entspannt. In Köln und Bonn meldete die Polizei noch einzelne umgestürzte Bäume und heruntergefallene Dachziegel. In der Innenstadt von Grevenbroich bei Düsseldorf drohte am Dienstagabend eine große Kupferplatte von einem Haus zu fallen. Höhenretter der Feuerwehr zerschnitten die Platte in Einzelteile und ließen die Stücke zu Boden.

Sturmtief „Niklas“ ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen in der Nacht in Richtung Osten gezogen. Auch am Mittwoch seien jedoch Sturmböen möglich, sagte DWD-Meteorologin Maria Hafenrichter. Einzelnen Windböen könnten bis zu 85 Kilometer pro Stunde schnell sein. „Das hat aber nicht mehr die Stärke von gestern“, sagte Hafenrichter. Am Dienstag war auf dem Kahlen Asten eine Windgeschwindigkeit von knapp 116 Stundenkilometern gemessen worden. Zum Wind kommt am Mittwoch eine Mischung aus Schnee, Graupel und Regen, vor allem in Westfalen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen fünf und neun Grad.

Auf den Sturm folgt der Schnee: 16 Unfälle in Ostwestfalen

Schneeglätte hat in der Nacht zu Mittwoch auf Autobahnen in Ostwestfalen für zahlreiche Unfälle gesorgt. Die Polizei zählte innerhalb von sieben Stunden 16 Unfälle. Fünf Menschen wurden schwer verletzt, einer leicht. Auf der Autobahn 2 bei Herford kam ein 26 Jahre alter Autofahrer in einer Rechtskurve mit seinem Wagen ins Schleudern. Das nur mit Sommerreifen bestückte Auto kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der Fahrer und zwei Mitfahrer wurden schwer verletzt.

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