Hamburger Staatsschutz prüft Anschlag
Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Zugreisende warten auf einem Gleis im Hauptbahnhof in Dresden. Auf die Bahn wurden Brandanschläge verübt, die nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel in Hamburg.

Auf einer Hinweistafel im Hauptbahnhof in Dresden wird am 19.06.2017 auf Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr hingewiesen.

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Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Berlin/Düsseldorf. Die Berliner Polizei geht nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen in mehreren Bundesländern, darunter auch Nordrhein-Westfalen, einem möglichen Bekennerschreiben nach, das auf der Internetplattform «linksunten.indymedia.org» aufgetaucht ist. Das Schreiben sei bei der Berliner Polizei bekannt und werde jetzt geprüft, sagte ein Sprecher am Montag. Aus Sicherheitskreisen hieß es, das mutmaßliche Bekennerschreiben passe ins «Raster».

Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob dies tatsächlich authentisch sei. Indymedia versteht sich als offene Plattform zur freien Verbreitung von Informationen. In der Vergangenheit waren dort im Zusammenhang mit Bekennerschreiben zu Straftaten auch Fälschungen aufgetaucht.  

Bahnanschläge
Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Zugreisende warten auf einem Gleis im Hauptbahnhof in Dresden. Auf die Bahn wurden Brandanschläge verübt, die nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel in Hamburg.

Auf einer Hinweistafel im Hauptbahnhof in Dresden wird am 19.06.2017 auf Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr hingewiesen.

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Zugreisende warten auf einem Gleis im Hauptbahnhof in Dresden. Auf die Bahn wurden Brandanschläge verübt, die nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel in Hamburg.

Am Montagmorgen waren auf Bahnanlagen in mehreren Bundesländern Brandanschläge verübt worden. Menschen wurden nicht verletzt. Züge fielen aus, Reisende mussten mit Verspätungen zurechtkommen. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei Dortmund hatten Unbekannte Kabel angezündet. Vermutlich seien Brandbeschleuniger verwendet worden, sagte eine Sprecherin. Dabei seien unter anderem Signalkabel beschädigt worden.

Die Deutsche Bahn spricht zudem von «Vandalismusschäden» und Kabelbrand an zwei Stellen im Kölner Raum. In NRW seien deshalb Strecken im Kölner Raum und zwischen Dortmund und Bochum betroffen, bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei in Köln. Bei den Zügen der Linien RE1, RE5, RE6, RE11, S2 und S6 sowie im Fernverkehr gab es nach Angaben der Deutschen Bahn Verspätungen und Zugausfälle, die Züge mussten umgeleitet werden.

Ein Zusammenhang zwischen den Angriffen und linken Protesten gegen den G20-Gipfel sei möglich

Bahnanschläge
Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Polizisten und Bahnmitarbeiter stehen in Hamburg auf Bahngleisen in der Nähe des Bereichs Höltigbaum. Nach einem Brand von Kabelschächten an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz einen politisch motivierten Anschlag.

Zugreisende warten auf einem Gleis im Hauptbahnhof in Dresden. Auf die Bahn wurden Brandanschläge verübt, die nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel in Hamburg.

Auf einer Hinweistafel im Hauptbahnhof in Dresden wird am 19.06.2017 auf Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr hingewiesen.

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Auf einer Hinweistafel im Hauptbahnhof in Dresden wird am 19.06.2017 auf Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr hingewiesen.

Die Bundespolizei schließt einen politisch motivierten Hintergrund nicht aus. Anfang Juli treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg. Generell sei ein Zusammenhang zwischen den Angriffen und linken Protesten gegen den G20-Gipfel möglich, hieß es aus den Sicherheitskreisen. «Angriffe auf die Infrastruktur passen ins Muster linksextremistischer Mobilisierung vor dem G20-Gipfel.» Linksextremisten hatten wiederholt Aktionen und Anschläge gegen das Treffen angekündigt. 

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte in Berlin, es sei noch zu früh für Aussagen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Angriffen und dem bevorstehenden G20-Gipfel gebe. Die Kabelbrände gingen auf unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen zurück. Die Ermittlungen dazu liefen unter Hochdruck. «Wir beobachten das natürlich sehr aufmerksam, aber um solche Zusammenhänge belastbar (...) zu bestätigen, ist es zu früh.»

Es waren nicht die ersten Anschläge dieser Art auf technische Bahnanlagen. Im Mai 2011 war nach einem Feuerangriff auf eine Kabelbrücke am Berliner Bahnhof Ostkreuz ein großer Teil des Nahverkehrs zusammengebrochen. Die Polizei hielt ein im Internet verbreitetes Bekennerschreiben aus der linksautonomen Szene für authentisch. Demnach wollte eine Gruppe mit dem Namen Hekla mit der Aktion gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr protestieren. dpa

 

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