Lünebach/Trier. Ein Bär hat im Eifel-Zoo Lünebach ein dreijähriges Mädchen und dessen Vater schwer verletzt. Das Kind war am Mittwoch über einen gut einen Meter hohen Zaun geklettert und in den Wassergraben eines Bärengeheges gestürzt, teilte die Polizei Trier (Rheinland-Pfalz) am Donnerstag mit.

Der 34-jährige Vater sprang sofort hinterher, doch da hatte der Kragenbär dem Mädchen schon einen Schlag an den Kopf versetzt. Der Mann brachte sich und das Kind in Sicherheit, wurde aber zuvor ebenfalls von dem Tier angegriffen und am Bein verletzt. "Die zwei haben noch großes Glück gehabt", sagte eine Polizeisprecherin.

Die Familie aus den Niederlanden wollte mit zwei Kindern einen Tag im Tierpark verbringen. Das Mädchen wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Trierer Krankenhaus geflogen. Auch der Vater kam in ein Krankenhaus. Keiner der beiden schwebt in Lebensgefahr.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob es Versäumnisse des Betreibers oder der Eltern gegeben habe, hieß es. Der etwa 1,90 Meter große Kragenbär hatte vor drei Jahren schon einmal zugeschlagen.

Damals zerfleischte er den rechten Arm des Tierpark-Betreibers, als dieser Futter über die Absperrung ins Gehege geschüttet hatte und sich nach einem Stolpern kurz an den Gitterstäben festhielt. "Das war damals eine ganz andere Sache", sagte die Tochter des Betreibers. Der Bär habe damals wohl nur nach dem Eimer greifen wollen.

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