Wissenschaftler warnen vor fremden Zivilisationen. Die Sehnsucht nach Kontakt mit außerirdischen Zivilisationen ist alt. Die 1972 und 1973 gestarteten US-Forschungssatelliten Pioneer 10 und 11 transportieren Bilder mit nackten Erdenbewohnern.

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Womöglich sind nicht alle Außerirdischen so nett wie E.T.

Womöglich sind nicht alle Außerirdischen so nett wie E.T.

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Womöglich sind nicht alle Außerirdischen so nett wie E.T.

London. Im Jahr 2008 strahlte die Nasa den Beatles-Song "Across the Universe" ins All - als Friedensbotschaft an alle Außerirdischen, die sich im Jahr 2439 zufällig am Polarstern aufhalten. Eine nette Idee, doch Forscher kritisieren die zahlreichen im Kosmos herumschwirrenden Nachrichten als Weltraum-Spam. Andere warnen, mit verwirrenden Botschaften könnten möglicherweise feindlich gesinnte Zivilisationen erst auf uns aufmerksam werden.

Albert Harrison, Professor für Sozialpsychologie an der University of California in Davis, warnt angesichts all der Prominenten-Porträts, Werbespots für Snacks und Liebesbriefen an Rockstars im All: "Vielleicht empfinden sie uns als Bedrohung. Wir wissen nicht, wie diese Nachrichten interpretiert werden, und bis wir es herausfinden, könnten viele Jahre vergehen."

Die Sehnsucht nach Kontakt mit außerirdischen Zivilisationen ist alt. Die 1972 und 1973 gestarteten US-Forschungssatelliten Pioneer 10 und 11 transportieren Bilder mit nackten Erdenbewohnern. Voyager 1 und 2, wurden 1977 mit Geräuschen und Bildern der Erde an Bord ins All geschossen. Doch es wird 40.000 Jahre dauern, bis Voyager 1 als erster der vier Kundschafter auch nur in die Nähe eines Sternes gelangt.

Schneller könnte der Kontakt zu Außerirdischen mit dem Elektromagnetischen Spektrum gelingen. Seit 50 Jahren lauschen Weltraumforscher im Rauschen des Alls nach Signalen, die auf eine andere Zivilisation hinweisen könnten. Bisher hat sich dort jedoch nicht viel getan.

Die "Suche nach außerordentlicher Intelligenz" heißt kurz: Seti

Deshalb wird die "Suche nach außerirdischer Intelligenz", kurz Seti genannt, immer interessanter. TV-Anstalten senden diffuse Signale, radioastronomische Sendeanlagen strahlen zu Himmelskörpern außerhalb des Sonnensystems.

1974 wurde eine winzige 1679-Bit-Nachricht zum 25.000 Lichtjahre entfernten Stern M13 gesandt. 1999 und 2003 gingen zwei "Cosmic Calls" ins All, 2006 eine Sendung des Kulturkanals Arte an den Stern Errai, der 45 Lichtjahre entfernt ist. Die Botschaften sind mal ernst, mal albern. "Bitte schickt Geld", bettelt da eine "Maura, Planet Erde".

Für den Astrophysiker Malcolm Fridlund von der Europäischen Weltraumagentur ESA ist die aktive Suche nach Außerirdischen Zeitverschwendung. Schließlich gebe es bisher keine Hinweise auf außerirdisches Leben.

Der britische Kosmologe Stephen Hawking warnt vor einer möglicherweise feindlichen, technisch überlegenen Zivilisation: "Wir sollten den Ball flach halten." Die britische Fachzeitschrift Nature schrieb 2006: "Es kann nicht unbedingt davon ausgegangen werden, dass alle außerirdischen Zivilisationen gutartig sind - und sogar der Kontakt mit einer gutartigen könnte ernste Auswirkungen auf die Menschen hier auf der Erde haben."

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