Königin Elizabeth II. achtet aufs Geld: Sie verkauft ihren Hubschrauber, kürzt das Reisebudget und vertagt Reparaturen.

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Queen ElizabethII. und der Hof wollen in den kommenden Jahren ihren Beitrag zum Sparen leisten.

Queen ElizabethII. und der Hof wollen in den kommenden Jahren ihren Beitrag zum Sparen leisten.

dpa

Queen ElizabethII. und der Hof wollen in den kommenden Jahren ihren Beitrag zum Sparen leisten.

London. Turbo-Sparen in Großbritannien: Nicht nur die Untertanen der Queen müssen nach der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit jeden Penny zwei Mal umdrehen. Auch der Monarchin geht es jetzt an den königlichen Geldbeutel. Queen Elizabeth II. muss sparen. Aber das Thema ist ihr auch persönlich wichtig - sie will Vorbild sein.

Der Sparkurs soll auch ihre Solidarität mit dem Volk demonstrieren

Sie trägt Diamanten, liebt edle Rennpferde und blickt auf Gärten, die größer sind als so mancher Stadtpark - Verschwendung kann man ihr deswegen jedoch nicht vorwerfen. Sie ist bekannt dafür, persönlich das Licht auszuknipsen, wenn sie einen Raum verlässt. Reste vom Mittagessen lässt sie sich am nächsten Tag noch einmal servieren. Das war zwar schon immer so, doch in einer Geste der Solidarität mit dem Volk ist sie jetzt bereit, echte Einschnitte hinzunehmen.

Ihren Hubschrauber hat sie verkauft, wichtige Reparaturen an ihren Anwesen auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Konsequenzen sind alles andere als majestätisch: In den Ballsaal des Buckingham Palastes regnet es durch die Decke; anderswo haben Bedienstete Eimer unter löchrigen Dächern aufgestellt.

Reisebudgets werden gekürzt, wobei der eine oder andere hier noch mehr Sparpotenzial sieht. Immerhin hat Sohnemann Charles vergangenes Jahr rund 16.000 Euro allein für eine Fahrt im königlichen Zug ausgegeben - um der Auftakt-Veranstaltung des Vereins zum Schutz einheimischer Eichhörnchen beizuwohnen.

Das Budget der Queen ist seit 20 Jahren nicht erhöht worden

Rund 40 Millionen Euro bekommt die Queen jedes Jahr für ihren Haushalt vom Volk - rund 75 Cent pro Untertan, also nicht mehr als der Preis für ein Pint Milch. 20 Jahre lang ist das Budget nicht erhöht worden, ganz im Gegenteil: Im jüngsten Nothaushalt hat Schatzkanzler George Osborne der 84-Jährigen sogar verschiedene Positionen gekürzt.

Um das Rekord-Defizit im britischen Haushalt in den Griff zu bekommen, wird nicht nur die Queen um ihren Beitrag gebeten. Alle Ministerien müssen sparen, das Wohngeld wird gekürzt, Kindergeld gedeckelt.

Auf der anderen Seite stehen Erhöhungen der Mehrwertsteuer (um 2,5 Punkte auf 20 Prozent) und der Kapitalertragssteuer für Wohlhabende.

Zunehmend muss sie aus ihren eigenen Ersparnissen Geld für repräsentative Aufgaben zuschustern. Die Rücklagen seien aber auch endlich, warnt einer ihrer Buchhalter: "Für den Gesamthaushalt ist Barvermögen für nur ein Jahr vorhanden." Über einen Einstellungsstopp beim Personal wird bereits nachgedacht.

Neue Geldquellen: Besichtigungen im Palast und Blumenverkauf

Solange die Regierung der Monarchin keine "Lohnerhöhung" genehmigt, sind allerdings noch kreativere Lösungen gefragt, damit es wieder in der Kasse klingelt. Seit einigen Jahren verdient sich Queen Elizabeth II. ein Zubrot, indem sie Touristen im Sommer gegen Eintrittsgeld Zutritt zum Palast gewährt.

Im Winter verkaufen Gärtner Weihnachtssterne aus den Gewächshäusern der Queen. Jeder Penny zählt, zumal im Juni 2012 das Diamantene Thronjubiläum der Königin ansteht. Eigentlich Anlass genug für ein großes Fest - doch daran ist in bei der derzeitigen Pleite-Stimmung nicht zu denken.

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