Sydney. Eine Bohrmaschine als Lebensretter: Ein australischer Landarzt hat mit dem Werkzeug den Schädel eines Jungen aufgebohrt, der an Hirnblutungen zu sterben drohte. Der 13-Jährige war in die Praxis in Maryborough, 170 Kilometer nördlich von Melbourne, gebracht worden, weil er vom Fahrrad gefallen war und über Kopfschmerzen klagte, berichtete eine Zeitung am Mittwoch. Der Arzt stellte eine Fraktur und Hirnblutungen fest.

Der zunehmende Druck im Kopf hätte den Jungen binnen Minuten getötet, hieß es weiter. Kurzentschlossen griff Rob Carson zur Bohrmaschine eines Handwerkers und bohrte ein Loch in den Schädel des Jungen. So konnte das Blut abfließen.

"Wenn du in so einer Situation bist, tust du einfach solche Sachen", sagte der Arzt der Zeitung. Der 13-Jährige erholte sich nach der ungewöhnlichen OP rasch. Fachärzte lobten Rob Carson für seine lebensrettende Idee.

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