Klausuren mussten kurzfristig geändert werden.

Abitur in Hessen
Am Dienstag standen die Abitur-Klausuren in Mathematik an. Archivfoto: dpa

Am Dienstag standen die Abitur-Klausuren in Mathematik an. Archivfoto: dpa

Frank Rumpenhorst

Am Dienstag standen die Abitur-Klausuren in Mathematik an. Archivfoto: dpa

Solingen. 86 000 Schüler machen derzeit ihr Abitur in NRW. Die Matheprüfungen sorgten am Dienstag in den Schulen für zusätzliche Hektik: Am Morgen musste in allen Klausuren – für Leistungs- und Grundkurse – eine Seite ausgetauscht werden, weil das Schulministerium NRW kurzfristig Fehler in drei Aufgaben korrigiert hatte.

Die Schulen laden die Abiturklausuren am Vortag von einem geschützten Server herunter. Am Montagnachmittag habe es dann von Lehrern einen Hinweis auf Fehler in den Aufgaben gegeben, hieß es am Dienstag aus dem Ministerium. Die Änderungen seien den Schulen noch am Montag per E-Mail angekündigt und am Dienstagmorgen bereit gestellt worden.

„Die Schüler haben korrekte Mathematikaufgaben vorgelegt bekommen. Das ist das Wichtigste“, sagte Barbara Löcherbach, Pressesprecherin des Schulministeriums. In den Aufgaben seien lediglich Formulierungen geändert worden. „Es sollte nicht so sein, dass etwas korrigiert werden muss, aber es kann passieren.“ Auch bei den Deutschaufgaben sei in der vergangenen Woche eine Seite ausgetauscht worden, bestätigte sie.

Schuldirektoren reagieren verärgert auf die Fehler

Viele Schuldirektoren sind verärgert. „Bei uns ist das morgens um kurz nach 7 Uhr aufgefallen. Wir mussten daraufhin die Aufgaben für 150 Schüler mal eben neu kopieren“, sagte Peter Wirtz, Leiter der Solinger Friedrich-Albert-Lange-Schule, auf Anfrage unserer Zeitung. Er habe kein Verständnis für die Panne, erklärte Stephan Mertens, Leiter des Gymnasiums Vogelsang in Solingen.

„Das ist ärgerlich, wenn man bedenkt, wie viele hochkarätige Leute mit den Aufgaben befasst sind.“ Die Abituraufgaben werden in einem mehrstufigen Verfahren erstellt und geprüft, an dem unter anderem eine Kommission aus Fachlehrern, die Bezirksregierung und externe Gutachter beteiligt sind.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer