Das Flugzeug DC-3 hat Geschichte geschrieben.

Ein ausrangierter Rosinenbomber
Ein ausrangierter Rosinenbomber vor dem Luftbrückendenkmal am ebenfalls ausrangierten Berliner Flughafen Tempelhof.

Ein ausrangierter Rosinenbomber vor dem Luftbrückendenkmal am ebenfalls ausrangierten Berliner Flughafen Tempelhof.

dpa und Reuters

Ein ausrangierter Rosinenbomber vor dem Luftbrückendenkmal am ebenfalls ausrangierten Berliner Flughafen Tempelhof.

Hamburg. Der „Rosinenbomber“ feiert ein stolzes Jubiläum. Vor 75 Jahren – am 17. Dezember 1935 – hob die DC-3 im kalifornischen Santa Monica zum Jungfernflug ab. Niemand hätte es damals für möglich gehalten, dass einmal mehr als 15.000 der schier unverwüstlichen zweimotorigen Maschinen gebaut würden. Die Maschine wurde zum meistverkauften Propeller-Verkehrsflugzeug der Welt.

Vor allem die USA wurden von der DC-3 verändert. Die Ost- und Westküste lagen nur noch 15 Stunden Flugreise auseinander. In die Geschichtsbücher schrieb sich das Flugzeug ebenfalls ein: mit der Rettung West-Berlins während der sowjetischen Blockade von Juni 1948 bis Mai 1949. Sie waren das Rückgrat der Luftbrücke, die die eingeschlossene Stadt mit allem Notwendigen versorgte. Die Berliner verpassten den Fliegern den Spitznamen „Rosinenbomber“, weil die Piloten im Tiefflug Süßigkeiten abwarfen.

Dabei sollte die Maschine ursprünglich neue Maßstäbe für Luxus in der Luft setzen – eine Art fliegender Schlafwagen mit 14 Liegen. Die Idee hob damals jedoch nicht ab, und die Maschinen bekamen Sitze. So wurde die DC-3 geboren. Noch 1975 flogen über 500 DC-3. Solide gebaut, einfach zu reparieren und fähig, auf rauem Gelände zu landen – der Oldtimer war das perfekte Flugzeug für entlegene Regionen der Welt. Heute sind die letzten noch fliegenden zivilen Maschinen sorgsam gepflegte Nostalgieflugzeuge.

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