SYB Blaulicht
$caption

$caption

dpa

München/Krailling. Zahlreiche Hinweise und DNA-Tests, aber keine heiße Spur: Nach dem Doppelmord an zwei Mädchen in Krailling bei München tappt die Polizei bei der Suche nach dem Täter weiterhin im Dunkeln. Bislang gingen bei der Soko „Margarete“ - benannt nach der Straße, in der die beiden Mädchen ermordet wurden - 70 Hinweise aus der Bevölkerung ein.

Allerdings ergab sich aus diesen bislang kein Tatverdacht, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. 60 Menschen aus dem Umfeld der Familie hätten bereits freiwillig eine Speichelprobe abgegeben, die die Ermittler mit DNA-Spuren verglichen, die sie am Tatort gefunden haben.

Am Mittwoch setzte die Polizei Suchhunde am Tatort ein. Die Tiere können die Spuren von einzelnen Menschen verfolgen. Doch auch dies habe keine konkreten Ansätze für die Ermittlungen gebracht. Zusätzlich zu den bisher ausgesetzten 5000 Euro vom Landeskriminalamt stellten zwei Privatleute und eine Firma nochmals insgesamt 6500 Euro als Belohnung für Hinweise zur Verfügung, die zur Ergreifung des Täters führen.

Chiara (8) und Sharon (11) waren vor einer Woche in ihrem Kinderzimmer ermordet worden. Die Mutter fand die Mädchen, als sie zusammen mit ihrem Freund am frühen Donnerstagmorgen nach Hause kam.

Sie hatte die Kinder am Vorabend alleine gelassen, um in der 100 Meter entfernten Gaststätte ihres Lebensgefährten zu helfen. An diesem Freitag wollen die Eltern der beiden getöteten Mädchen laut Medienberichten in einer Trauerfeier im Familien- und Freundeskreis Abschied nehmen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer