Schwere Lkw-Unfälle sorgten für Verkehrschaos. Keine Wetterbesserung in Sicht: Es soll weiter schneien.

Winter
Rettungskräfte bergen die Trümmer des Lkw, der auf einer Brücke der A 3 über das Neandertal in die Leitplanke gerast ist und beinahe 18 Meter in die Tiefe gestürzt wäre. Teile der Ladung, die auch aus Joghurt bestand, flogen hinunter und landeten auf der Landstraße.

Rettungskräfte bergen die Trümmer des Lkw, der auf einer Brücke der A 3 über das Neandertal in die Leitplanke gerast ist und beinahe 18 Meter in die Tiefe gestürzt wäre. Teile der Ladung, die auch aus Joghurt bestand, flogen hinunter und landeten auf der Landstraße.

D. Thomé

Rettungskräfte bergen die Trümmer des Lkw, der auf einer Brücke der A 3 über das Neandertal in die Leitplanke gerast ist und beinahe 18 Meter in die Tiefe gestürzt wäre. Teile der Ladung, die auch aus Joghurt bestand, flogen hinunter und landeten auf der Landstraße.

Erkrath. Glatte Straßen, starke Schneefälle und in der Folge schwere Lkw-Unfälle haben am Mittwochmorgen für Chaos auf den Autobahnen in NRW gesorgt. Zeitweise staute sich der Verkehr auf 460 Kilometer – ein Rekordwert. „Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals so viel gemessen wurde“, sagte Jacqueline Grünewald vom ADAC.

Auch für die kommenden Tage ist keine Besserung der Wetterlage zu erwarten. „Es bleibt so kalt, hin und wieder ist mit Schneefall zu rechnen“, prognostizierte Karsten Mix vom Deutschen Wetterdienst. Am Wochenende werde dann ein neues Schneefallgebiet durch NRW ziehen.

Lkw-Ladung landet neben der Trasse der CO-Pipeline

Der spektakulärste Unfall ereignete sich auf der A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Hilden und der Ausfahrt Mettmann. Gegen 5 Uhr kam bei Erkrath auf der Brücke über das Neandertal ein Lkw auf glatter Straße ins Schleudern.

Der Sattelzug krachte in die Leitplanke, durchbrach das Geländer, stürzte um und kam mit dem Heck über dem Abgrund hängend zum Stehen. Aus dem beschädigten Anhänger flogen Kühlcontainer 18 Meter in die Tiefe.

Brisant: Sie landeten neben der umstrittenen Kohlenmonoxid (CO)-Pipeline von Bayer. Erkraths Bürgermeister Arno Werner (CDU) sah sich durch den Unfall in seiner Kritik an der Trassenführung bestätigt.

ADAC fordert eine EU-weite Winterreifen-Pflicht

Auf der A 4 hinter Overath prallte ein 38-Jähriger mit seinem Sattelzug gegen die Schallschutzwand und verletzte sich schwer. Zudem blockierte ein querstehender Lkw die Anschlussstelle Kerpen in Fahrtrichtung Aachen.

Auf der A 44 bei Dortmund raste ein Lkw in die Leitplanke. Ebenso auf der A 2. Auf der A 46 bei Haan blockierte ein umgestürzter Lkw die rechte Fahrbahn.

Die Unfallursache war laut Polizei „unangepasste Geschwindigkeit“. Bei diesen Witterungsbedingungen sei es keine Seltenheit, dass Lkw quer stünden oder Unfälle verursachten. Häufig handelt es sich um Fahrzeuge aus Staaten, in denen keine Winterreifen auf den Antriebsachsen wie in Deutschland Pflicht sind.

„Es muss eine einheitliche Pflicht in der EU geben“, forderte Grünewald vom ADAC. Nur so könne die Zahl der Unfälle künftig verringert werden.

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