Tödlicher Überfall am letzten Tag eines Kalifornien-Urlaubs.

Los Angeles. Mehr als 14 Jahre musste die Familie eines deutschen Mordopfers darauf warten, dass auch der letzte Täter in den USA zur Rechenschaft gezogen wird. Mindestens 32 Jahre bis lebenslänglich wird ein 35-jähriger Komplize hinter Gittern verbringen.

So lautete in Los Angeles das endgültige Urteil in dem Prozess nach dem Tod des 50-jährigen Horst Fietze in Santa Monica. Mit einem Spaziergang am Strand in dem kalifornischen Ferienort wollten zwei Ehepaare aus Sachsen im Oktober 1998 ihre USA-Reise abschließen.

Vier junge Täter überfielen die Urlauber auf dem Weg in ihr Hotel

Doch auf dem Rückweg zum Hotel wurden sie von jungen Räubern überfallen. Im Handgemenge mit den Tätern wurde Fietze von drei Kugeln getroffen, er starb in Sekunden. Die Täter flohen ohne Beute.

Die Witwe des Opfers, Astrid Fietze, hatte bei dem Prozess ausgesagt. Ihr Auftritt im Zeugenstand sei eine „sehr emotionale Erfahrung“ für die Frau gewesen, kommentierte Staatsanwalt Bobby Grace. Er habe selten eine „so starke Betroffenheit“ eines Angehörigen erlebt. Bei der Verkündung des Urteils waren keine Familienmitglieder des Opfers zugegen. dpa

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