Hohe Wellen, starker Wind: Für 30 Ruderer endete eine Fahrt auf dem Rhein im kalten Wasser. Die Rettungskräfte eilten mit einem Großaufgebot herbei. Von der Feuerwehr heißt es: «Es bestand Lebensgefahr.»

Ein Hubschrauber kreist über einem Polizeibot auf dem Rhein bei Wiesbaden, wo am Nachmittag bei einer Unfall mit sechs Sportbooten 30 Personen in den Fluss gestürzt waren. Mit einem Großaufgebot konnten die Einsatzkräfte alle Ruderer auf Höhe des Biebricher Schlosses retten.
Ein Hubschrauber kreist über einem Polizeibot auf dem Rhein bei Wiesbaden, wo am Nachmittag bei einer Unfall mit sechs Sportbooten 30 Personen in den Fluss gestürzt waren. Mit einem Großaufgebot konnten die Einsatzkräfte alle Ruderer auf Höhe des Biebricher Schlosses retten.

Ein Hubschrauber kreist über einem Polizeibot auf dem Rhein bei Wiesbaden, wo am Nachmittag bei einer Unfall mit sechs Sportbooten 30 Personen in den Fluss gestürzt waren. Mit einem Großaufgebot konnten die Einsatzkräfte alle Ruderer auf Höhe des Biebricher Schlosses retten.

Einsatzkräfte der Feuerwehr bergen in Wiesbaden auf dem Rhein ein gekentertes Ruderboot.

Ein Sanitäter begleitet eine mit einer Rettungsdecke umhüllte Frau, nachdem am Nachmittag bei einem Unfall mit sechs Sportbooten 30 Personen in den Fluss gestürzt waren.

Wiesbaden112, Bild 1 von 3

Ein Hubschrauber kreist über einem Polizeibot auf dem Rhein bei Wiesbaden, wo am Nachmittag bei einer Unfall mit sechs Sportbooten 30 Personen in den Fluss gestürzt waren. Mit einem Großaufgebot konnten die Einsatzkräfte alle Ruderer auf Höhe des Biebricher Schlosses retten.

Wiesbaden/Mainz (dpa) - 30 Freizeitsportler sind bei einer großen Ruderveranstaltung in den eiskalten Rhein gestürzt. Sechs Boote mit je fünf Menschen seien am Sonntag zwischen Wiesbaden und Mainz gekentert, berichtete die Feuerwehr. Dabei seien alle Insassen ins Wasser gefallen. Alle Verunglückten konnten an Land gerettet werden. Sieben Ruderer erlitten Unterkühlungen und wurden als verletzt gemeldet, zwei von ihnen kamen ins Krankenhaus.

Starker Wellengang und die hohe Fließgeschwindigkeit aufgrund der Wetterlage hätten zum Kentern der Boote auf Höhe des Biebricher Schlosses in Wiesbaden geführt. «Für die Verunglückten und Retter bestand Lebensgefahr», sagte Philipp Posledni von der Feuerwehr in Wiesbaden. Aufgrund des hohen Pegelstands und der starken Strömung nach Starkregen und Schneeschmelze gestaltete sich die Rettung schwierig. Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei und Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren bis zum Abend mit einem Großaufgebot von mehr als 80 Personen auf der Wiesbadener und Mainzer Rheinseite im Einsatz.

Auch zwei Hubschrauber wurden zur Unterstützung hinzugerufen. 20 Menschen seien an das hessische Rheinufer gebracht worden und zehn auf die rheinland-pfälzische Seite. Einige ins Wasser gestürzte Ruderer schafften es laut Feuerwehr auch aus eigener Kraft an Land. Die Verunglückten wurden vor Ort von Notärzten untersucht und betreut. Die Ruderer mehrerer Vereine aus der Region hatten sich laut Feuerwehr zu einer Sternfahrt getroffen.

Die Veranstaltung genießt Berichten zufolge eine jahrzehntelange Tradition - immer am zweiten Januar-Sonntag. Zur Ursache sagte Frank Schwarz, Vorsitzender der Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich, zu «hr-online»: «Leichtsinn halte ich für ausgeschlossen. Das sind alles erfahrene Leute, die zum Teil seit Jahrzehnten auf dem Rhein rudern.» Die äußerst heftigen Böen und hohen Wellen, die die Boote zum Kippen brachten, seien überraschend aufgekommen.

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