Für den Diebstahl einer 20-Cent-Münze ist ein Mann in Frankreich zu einem Monat Haft verurteilt worden. Der 42-Jährige hatte sich aber auch ein denkbar schlechtes Ziel ausgesucht: ein vor einem Polizeirevier geparktes Auto, wie die Staatsanwaltschaft der nordfranzösischen Stadt Laon am Freitag mitteilte.

Milch - 20-Cent-Stück
Ein 20 Cent Stück.

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Sebastian Gollnow

Ein 20 Cent Stück.

Lille. Für den Diebstahl einer 20-Cent-Münze ist ein Mann in Frankreich zu einem Monat Haft verurteilt worden. Der 42-Jährige hatte sich aber auch ein denkbar schlechtes Ziel ausgesucht: ein vor einem Polizeirevier geparktes Auto, wie die Staatsanwaltschaft der nordfranzösischen Stadt Laon am Freitag mitteilte.

Die vergleichsweise harte Strafe bekam der Mann, weil er als Wiederholungstäter bekannt war. Der Mann drang nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ende Januar in den nicht abgeschlossenen Wagen ein, der vor einem Polizeirevier stand. Weil der Dieb nichts Wertvolles fand, griff er sich eine 20-Cent-Münze. Er wurde dabei aber vom Besitzer des Autos erwischt, der die Polizisten des Reviers alarmierte.

Einen Monat Haft für 20 Cent könne als "unverhältnismäßige" Strafe erscheinen, sagte eine Staatsanwältin. Der Mann habe aber ein dickes Vorstrafenregister mit rund 15 Straftaten, darunter Diebstahl. "Es war Zufall, dass nur 20 Cent gestohlen wurden. Wenn er einen 100-Euro-Schein gefunden hätte, hätte er ihn genommen."

Der Anwalt des Verurteilten räumte ein, dass sein Mandat "zweimal hätte nachdenken können", bevor er ausgerechnet in ein vor einem Polizeirevier geparktes Auto eindringt. Die Strafe sei aber viel zu hart ausgefallen - eine Verwarnung hätte es auch getan, fand der Verteidiger.

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