New York (dpa) - In der Saga um den Online-Kartendienst Waze steht jetzt laut einem Zeitungsbericht Google kurz vor der Übernahme des Start-ups.

Der Internet-Konzern wolle über eine Milliarde Dollar bezahlen, berichtete das «Wall Street Journal» in der Nacht zum Montag. Ursprünglich galt Facebook als wahrscheinlicher Käufer zu einem ähnlichen Preis - doch das weltgrößte Online-Netzwerk soll Ende Mai aus den Verhandlungen ausgestiegen sein.

Das besondere an Waze ist, dass Routenanweisungen auch auf Basis von Informationen der Nutzer und deren Fortbewegung erstellt werden. Der Dienst funktioniert zugleich wie eine Art Online-Netzwerk für Autofahrer. Sie informieren sich untereinander über Staus, Unfälle oder Radarfallen. Das Start-Up, das in Israel gegründet wurde und den offiziellen Sitz inzwischen nach Kalifornien verlagerte, hat nach aktuellen Informationen rund 45 Millionen Nutzer. Die App ist kostenlos. Geld kommt durch Werbung und den Verkauf von Kartendaten rein.

Dem «Wall Street Journal» zufolge könnte Waze unter dem Dach von Google weiter unabhängig agieren, während einige Informationen zugleich in den Kartendienst des Internet-Riesen integriert würden.

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