New York (dpa) - Das weltgrößte berufliche Online-Netzwerk LinkedIn strebt an die Börse. Am späten Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichte das Unternehmen seinen Prospekt, mit dem es um Investoren wirbt.

Wichtige Details fehlen aber: Über die Zahl der Aktien und den Preis der Papiere sei noch nicht entschieden, erklärte LinkedIn in einer separaten Mitteilung. Auch das Datum ist unklar.

LinkedIn nutzt bei seinem Börsengang aus, dass die Anleger derzeit heiß auf Internetunternehmen sind. Sowohl das soziale Netzwerk Facebook als auch das Schnäppchen-Portel Groupon sicherten sich jeweils Hunderte Millionen Dollar bei Investoren abseits der Börse. Beide Unternehmen erwägen, ebenfalls aufs Parkett zu gehen.

LinkedIn will mit dem Börsengang bis zu 175 Millionen Dollar einnehmen. Damit spielt das Unternehmen in einer ganz anderen Liga als Facebook oder Groupon, die beide milliardenschwer sind. Das «Wall Street Journal» hatte schon vor drei Wochen über die LinkedIn-Pläne berichtet.

Über das Netzwerk sind weltweit mehr als 85 Millionen Menschen miteinander verbunden. Anders als bei Facebook oder MySpace geht es dabei um berufliche und nicht private Kontakte. Größter Konkurrent ist Xing aus Hamburg mit mehr als 10 Millionen Mitgliedern, gut 4 Millionen davon im deutschsprachigen Raum.

Sowohl LinkedIn als auch Xing wachsen rasant. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres verdoppelte LinkedIn seinen Umsatz auf 161 Millionen Dollar und verdiente unterm Strich 10 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von fast 4 Millionen Dollar zu Buche geschlagen.

Xing war schon im Dezember 2006 an die Börse gegangen. Der Start des ehemals unter OpenBC firmierenden Unternehmens war verhalten ausgefallen. Nach einer Berg- und Talfahrt hat sich die Aktie binnen vier Jahre von 30 auf aktuell 40 Euro verteuert.

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