New York (dpa) - Internetunternehmen sind derzeit Investors Liebling: Das will das weltgrößte berufliche Online-Netzwerk LinkedIn nutzen und plant nach einem Bericht des «Wall Street Journal» vom Donnerstag seinen Börsengang.

Im ersten Quartal könnte die Sache ins Rollen kommen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf einen Insider. Ein LinkedIn-Sprecher bezeichnete einen Börsengang als eine von vielen Möglichkeiten. Über LinkedIn sind weltweit mehr als 85 Millionen Menschen verbunden.

Anders als bei Facebook oder MySpace geht es dabei allerdings um berufliche und nicht private Kontakte. Größter Konkurrent ist Xing aus Hamburg mit mehr als 10 Millionen Mitgliedern, gut 4 Millionen davon im deutschsprachigen Raum. Sowohl LinkedIn als auch Xing wachsen rasant.

Mit einem Börsengang würde LinkedIn das Interesse der Investoren an Internetfirmen nutzen. Erst vor wenigen Tagen hatte sich Facebook eine milliardenschwere Finanzspritze von der Wall Street gesichert. Allerdings hieß es aus dem Umfeld von LinkedIn, die Entscheidung für einen Gang aufs Parkett sei bereits vor dem Facebook-Geschäft gefallen.

Xing war im Dezember 2006 an die Börse gegangen. Der Start des ehemals unter openBC firmierenden Unternehmens war verhalten ausgefallen. Nach einer Berg- und Talfahrt ist die Aktie vier Jahre später rund 25 Prozent mehr wert als damals. Tendenz derzeit steigend.

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