Mit dem neuen Programm wurden viele Macken des Vorgängers beseitigt. Einige Neuheiten sind aber kalter Kaffee.

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Im Vergleich zu Vista ist das Programm übersichtlicher und leichter zu bedienen.

Im Vergleich zu Vista ist das Programm übersichtlicher und leichter zu bedienen.

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Im Vergleich zu Vista ist das Programm übersichtlicher und leichter zu bedienen.

Düsseldorf. Am 22. Oktober ist es soweit: Der Vista-Nachfolger Windows 7 (sprich: Windows Seven) steht zum Verkauf in den Ladenregalen. Das wird auch höchste Zeit. Denn seit über zwei Jahren piesackt das schwerfällige Vista den Anwender bei der PC-Arbeit.

Mit Windows 7, das im Kern auf Vista beruht, gelobt Microsoft endlich Besserung. Anfang Juni lüftete der Software-Primus in Hamburg einige Geheimnisse um Windows 7. Hier eine Auswahl:

PC-Start: Windows 7 hat es eilig

Einen Rechner zu starten, dauert bekanntlich schon mal mehrere Minuten. Kritiker nennen diese Zeit deshalb auch zynisch "Bill-Gates-Gedenkminuten". Das war einmal: Windows 7 bootet nicht nur wieselflink, sondern fährt den Rechner auch fixer runter. Aber auch im laufenden Betrieb drückt Windows 7 so richtig auf die Tube.

Die Taskleiste: Weniger ist mehr

Die Aufgabenleiste von Windows 7 (Fachjargon: Taskleiste) wirkt auf den ersten Blick recht leer. Tatsächlich kommt sie mit viel weniger Icons aus. Das schadet der Bedienung aber nicht.

Im Gegenteil: Der Anwender sieht sofort, welche Anwendungen gerade laufen. Zudem erlaubt eine Sprungliste den Zugriff auf häufig genutzte Programme. Führt der Anwender den Mauszeiger über ein Symbol, erscheint eine Vorschau des Fensterinhalts - diese gibt´s aber auch schon in Vista.

Mehr Übersicht: Maus hilft

Im Fensterdickicht von Vista und seinen Vorgängern verliert so mancher PC-Besitzer schon mal den Überblick. Das soll jetzt besser werden: Ein kurzes Wackeln mit der Maus genügt, um Fenster zu verkleinern. Erneutes Schütteln stellt die ursprüngliche Größe wieder her.

Von PC zu PC: Daten fix kopieren

Wer heute Dateien von einem PC auf den anderen kopieren will, nimmt dazu meist einen USB-Stick zur Hilfe - ein umständliches Unterfangen. Mit der "HomeGroup" von Windows 7 verbindet der PC-Besitzer künftig zwei oder noch mehr PCs einfach per Mausklick miteinander. Das gelingt selbst Laien auf Anhieb. So klappt der Austausch von Dateien, Musik und Fotos ruckzuck.

Sicherheit: Noch mehr verbessert

In punkto Sicherheit konnte schon Vorgänger Vista überzeugen. Bei Windows 7 legt Microsoft noch einen oben drauf. So kann der Anwender mit "Bitlocker-To-Go" Dateien auf einem USB-Stick verschlüsseln. Erst nach Eingabe eines Passworts sind die Daten wieder zugänglich. Neu ist diese Funktion jedoch nicht. Die kostenlose Software Truecrypt (www.truecrypt.org) meistert diese Aufgabe bereits seit Jahren.

PC: Windows wirft Ballast ab

Mit jeder neuen Windows-Version stopfte Microsoft bisher mehr Dienste in sein Betriebssystem - mit der Zeit wurde Windows so mächtig aufgebläht, träge und schwer zu bedienen. Mit Windows 7 ist Schluss damit. Microsoft verlagert den Schnickschnack einfach ins Internet - zum Beispiel Windows Mail, Contacts, Photo Gallery, Calendar und den MovieMaker.

Netbooks: Kleine profitieren

Vista stellt an die Hardware sehr hohe Ansprüche. Da die 300 bis 400 Euro teuren Netbooks technisch recht schwach auf der Brust sind, mussten sich die Mini-PCs bislang mit dem genügsamen, aber veralteten Windows XP begnügen. Bei Windows 7 ist dies anders. Gleich zwei Versionen - Windows 7 Starter sowie Windows 7 Home Premium - laufen Microsoft zufolge auf den PC-Knirpsen.

Programm: Alle dürfen testen

Neugierig auf den Vista-Nachfolger? Das so gut wie fertige Betriebssystem können PC-Besitzer kostenlos auf Herz und Nieren prüfen. Die Probierversion, auch Release Candidate (RC) genannt, steht unter www.microsoft.com/germany/windows/windows-7 zum Abruf parat. Vorsicht: Die Software ist nur bis zum 1. Juni 2010 gültig.

Fazit: Viel Lob für Windows 7

Mit Windows 7 hat Microsoft gezielt die Vista-Schwächen beseitigt - offenbar mit Erfolg. Denn Experten loben den Vista-Nachfolger über den grünen Klee. So urteilt die Fachzeitschrift "PC-Welt": "Windows 7 hat uns angenehm überrascht". Bleibt zu hoffen, dass Windows 7 uns wirklich das PC-Leben erleichtert.

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