Transformer AiO von Asus
Flexibel: Beim Transformer AiO von Asus lässt sich das Display einfach abnehmen und wird so zum Tablet. Foto: Asus

Flexibel: Beim Transformer AiO von Asus lässt sich das Display einfach abnehmen und wird so zum Tablet. Foto: Asus

Ein Fernseher wie eine Schiefertafel: Der S9 von Samsung ist 110 Zoll groß, das entspricht ungefähr 2,80 Metern. Foto: Samsung

Mit Boxen im Seitenrand: Sonys neuer hochauflösender Fernseher Bravia X9. Foto: Sony

Auch ein längeres Bad in Wasser soll Sonys neuem Smartphone-Flaggschiff Xperia Z nichts anhaben können. Foto: Sony

Fast schon ein Tablet: Das Huawei Ascend Mate mit 6,1 Zoll großem Display. Foto: Huawei

Mit 3000 Milliamperestunden verspricht der Akku des Huawei Ascend D2 eine lange Laufzeit. Foto: Huawei

Ein Monitor zum Anfassen: Wie viele andere Displays auf der CES hat auch dieser 23-Zöller aus Viewsonics TD40-Serie einen Touchscreen. Foto: Viewsonic

Tablet oder Desktop-PC? Beim IdeaCentre Horizon von Lenovo verwischen die Grenzen. Foto: Lenovo

Tablet für Einsteiger: Rund 115 Euro ruft Acer für das B1-A71 auf. Foto: Acer

«Shield» hat Nvidia als Projektnamen für den Android-Gaming-Handheld gewählt. Foto: Nvidia

Ein Würfel für den Fernseher: Diese Google-TV-Box von Asus trägt den passenden Namen Qube. Foto: Asus

Unauffällig: Die Settop-Box TV Connect von Archos ist auf dem Fernseher nur als schmale Leiste sichtbar. Foto: Archos

dpa, Bild 1 von 12

Flexibel: Beim Transformer AiO von Asus lässt sich das Display einfach abnehmen und wird so zum Tablet. Foto: Asus

Berlin/Las Vegas (dpa/tmn) - Fernseher, Smartphones, Sensationen: Ohne das Hightech-Lagerfeuer im Wohnzimmer und einen smarten Begleiter in der Tasche ist der Alltag für viele kaum noch vorstellbar. Jetzt weckt die CES neue digitale Sehnsüchte bei den Verbrauchern.

Was bringt das Technik-Jahr 2013? Antworten gibt die CES in Las Vegas (8. bis 11. Januar), eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik. In allen Kategorien wachsen Displays und Rechenkraft - und der Siegeszug der Touchbedienung ist ungebrochen.

Die neuen Fernseher sind auf der Messe nicht zu übersehen. Samsungs S9 etwa misst satte 110 Zoll, also knapp 2,80 Meter. Damit Filme und das Fernsehprogramm darauf nicht zu Pixelbrei werden, unterstützt der S9 die Auflösung UHD (Ultra High Definition). Fernseher mit UHD zeigen 3840 mal 2160 Pixeln, viermal mehr als die 1920 mal 1080 Pixel aktueller Full-HD-Modelle. In Deutschland wird das Riesengerät aber voraussichtlich nur in einer Variante mit 85 Zoll (2,16 Meter) auf den Markt kommen.

Inhalte in dieser Auflösung gab es bislang praktisch nicht. Doch nun hat Sony für den Sommer den US-Start einer Download-Plattform für UHD-Filme angekündigt. Passende Fernseher haben die Japaner natürlich parat: Die neue Bravia-X9-Serie soll im Juli mit 55 und 65 Zoll Diagonale auf den Markt kommen. Auch LG hat zur CES zwei neue UHD-Fernseher dieser Größe mitgebracht. Von Sharp gibt es den 60-Zöller ICC Purios zu sehen, der im Sommer auf den US-Markt kommt.

Vom Wachstum der Fernseher inspiriert haben Hersteller neue Kreuzungen aus Tablets und All-in-One-PCs entwickelt. Lenovos IdeaCentre Horizon ist ein 27 Zoll großes Windows-8-Surfbrett, das sich klassisch auf den Schoß nehmen oder als Desktop-PC aufstellen lässt. Der Verkaufsstart ist für Sommer 2013 geplant, die Preise sollen bei 1699 US-Dollar (rund 1296 Euro) beginnen. Ein ähnliches Prinzip verfolgt Asus mit seinem Transformer AiO. Als All-in-one-PC auf dem Schreibtisch läuft der 18-Zoll-Rechner mit vollwertigem Windows 8. Doch das Display lässt sich von der Ständereinheit abnehmen und beherbergt genug Technik, um als autarkes Tablet mit Anroid 4.1 zu laufen. US-Marktstart des Hybriden soll im März sein.

Die Touchsteuerung erhält auch Einzug in immer mehr Monitore, zum Beispiel in den 23-Zöller ET83 Touch 10 von LG oder in den SC770 von Samsung. Das 27-Zoll-Modell von ViewSonics TD40-Serie lässt sich dank eines flexiblen Ständers sogar flach auf den Tisch klappen. Und Lenovos mobiler 13-Zöller ThinkVision LT1423p reagiert nicht nur auf Fingerzeig, sondern unterstützt auch die Stifteingabe.

Inhalte aus dem Internet werden immer wichtiger. Um Filme und Musik komfortabel auf den Fernseher zu bringen, hat Netgear die Streaming-Box NeoTV Prime entwickelt. Sie nutzt die auf Android basierende Software-Plattform Google TV, gibt aber auch Medieninhalte von USB-Medien oder aus dem Heimnetzwerk wieder. 130 Dollar (99 Euro) zahlen US-Kunden dafür. Noch keinen Preis hat Asus für seine neue Google-TV-Box Qube mit Gesten- und Sprachsteuerung genannt. Auf der TV Connect von Archos läuft dagegen reines Android 4.1. Die Box erlaubt Nutzern neben dem Streamen auch das Surfen und Spielen auf dem Fernseher. Mit einer Touch-Fernbedienung kommt die Box, die sich auf die TV-Oberkante aufsetzen lässt, im Februar für 150 Euro.

Neben Fernsehern sind Smartphones ein wichtiges Thema auf der CES. Gerade in der Oberklasse geht der Trend zu immer stattlicheren Display-Maßen und Full-HD-Auflösung (1920 mal 1080 Pixel). So hat Sony ein neues Smartphone-Flaggschiff mit Fünf-Zoll-Display (Full HD), 1,5-Gigahhertz-Quadcore-CPU und 13-Megapixel-Kamera angekündigt. Das 146 Gramm schwere und 7,9 Millimeter dünne Android-Gerät (4.1) namens Xperia Z ist mit Glas beschichtet, soll ein zeitweiliges Eintauchen in Wasser unbeschadet überstehen und noch im ersten Quartal für 649 Euro auf den Markt kommen.

Eine ähnliche Ausstattung bietet Huawei bei seinem neuen Fünf-Zoll-Full-HD-Modell Ascend D2. Dessen recht starker Akku macht das Handy, das im Juli nach Deutschland kommen soll, 170 Gramm schwer. Doch es geht noch größer. Mit dem Ascend Mate hat Huawei in Las Vegas ein Smartphone mit 6,1 Zoll großem HD-Display (1280 mal 720 Pixel) vorgestellt. Für Geräte dieser Kategorie zwischen Smartphone und kleinem Tablet bürgert sich die Wortneuschöpfung Phablet ein. Auch von LG und ZTE soll es auf der Messe neue Smartphones geben, die 5,5 Zoll oder mehr messen. Samsung hat mit dem Galaxy Note II bereits ein Phablet am Markt, das auch die Stiftbedienung unterstützt.

Herz der Smartphones und vieler Tablets sind ARM-Prozessoren mit geringer Leistungsaufnahme, die die Hersteller selbst designen oder zuliefern lassen - zum Beispiel von Nvidia und Qualcomm. Letztere zeigen in Las Vegas ihre neuen Top-Chips Tegra 4 beziehungsweise Snapdragon 800, beides Quadcore-Chips mit integriertem LTE-Modem.

Nvidia hat auch gleich eigene Hardware für den Tegra 4 angekündigt, einen an einen Controller erinnernden Handheld namens Shield mit fünf Zoll großem Multitouch-HD-Display. «Es ist uns wichtig, dass Shield offen ist», sagt Nvidia-Sprecherin Susanna Tatár. «Wir werden unseren Umsatz nur mit der Hardware machen.» Auf dem Handheld laufen deshalb Android-Games. Per WLAN können Spiele auch vom PC auf den Handheld gestreamt werden, wenn im Rechner eine Geforce-GTX-650-Grafik oder besser steckt. Shield fungiert dann als Controller und kann das Bild per HDMI auch ans TV weitergeben.

Intel hat noch für 2013 eine neue Generation von Atom-CPUs angekündigt, die in Windos-8-Tablets und Smartphones zum Einsatz kommen sollen. Die Quadcore-CPUs sollen in 22-Nanometer-Bauweise gefertigt werden, derzeit sind es 32 Nanometer. Außerdem kündigte der Chiphersteller neue, stromsparende Core-i-Prozessoren für Ultrabooks und Convertibles an. Bei der sparsamsten i3-CPU sinkt die maximale thermischer Verlustleistung (TDP) etwa von 17 auf 13 Watt.

AMD stellte auf der Messe das erste Windos-8-Tablet mit Prozessor aus eigenem Hause vor. Kooperationspartner für das 11,6-Zoll-Gerät mit der neuen Tablet-APU Z-60 ist der US-Hersteller Vizio.

Ein Einsteiger-Tablet mit Android 4.2 und Sieben-Zoll-Display (1024 mal 600 Pixel) hat Acer im Gepäck. Das Iconia B1-A71 mit 1,2-Gigahertz-Dualcore-Prozessor wiegt 320 Gramm und bringt nur 8 Gigabyte Speicher mit - soll dafür aber auch weniger als 150 US-Dollar (rund 115 Euro) kosten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer