Neu-Delhi (dpa) - Der Mobilfunk-Riese Vodafone lässt sich sein Geschäft im Wachstumsmarkt Indien weitere fünf Milliarden Dollar kosten. Die Briten kauften ihrem bisherigen Partner Essar die restlichen 33 Prozent an dem drittgrößten indischen Mobilfunk-Anbieter ab, wie das Unternehmen mitteilte.

Zuletzt hatte es zwischen ihnen Streit gegeben. Vodafone muss sich zudem mit Milliarden-Steuernachforderungen herumschlagen. Der umsatzstärkste Mobilfunk-Konzern der Welt war 2007 in den rasant wachsenden indischen Markt eingestiegen. Für die 67 Prozent am Netzbetreiber Hutchison Essar blätterte Vodafone 10,7 Milliarden Dollar hin. Der damalige Vodafone-Chef Arun Sarin feierte den Deal als den wichtigsten seiner Amtszeit.

Inzwischen hat Vodafone Essar 130 Millionen Kunden. Der britischen Telekom-Konzern hatte aber auch immer wieder Ärger mit seinem Indien-Engagement. So verlangen die Behörden eine Steuernachzahlung von 2,5 Milliarden Dollar aus dem Einstiegsdeal. Anfang dieses Jahres gab es zudem auch noch Streit mit Essar als die Inder ihren Anteil in eine börsennotierte Holding stecken wollten. Vodafone schlug dagegen. Jetzt löste Essar die bis Mai laufende Option ein, ihre Beteiligung für rund fünf Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) an die Briten zu verkaufen. Das Geschäft soll spätestens bis November abgewickelt werden.

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