Wer Schäden verhindern will, muss die Geräte mit der passenden Software überprüfen.

Zwei Drittel aller Infektionen mit Viren ist auf die Nutzung von Wechselmedien wie USB-Sticks zurückzuführen.
Zwei Drittel aller Infektionen mit Viren ist auf die Nutzung von Wechselmedien wie USB-Sticks zurückzuführen.

Zwei Drittel aller Infektionen mit Viren ist auf die Nutzung von Wechselmedien wie USB-Sticks zurückzuführen.

dpa

Zwei Drittel aller Infektionen mit Viren ist auf die Nutzung von Wechselmedien wie USB-Sticks zurückzuführen.

München. Viren können verheerende Schäden auf Computern anrichten. Ist der eigene Rechner erst infiziert, sind Schadprogramme nur schwer zu vernichten. Gefahren für den PC gehen aber nicht nur vom unbedachten Surfen im Internet oder dem Öffnen von E-Mail-Anhängen aus: Zunehmend verbreitet sich Schadcode auch über Wechselmedien wie USB-Sticks oder externe Festplatten.

"Viren suchen sich stets neue Verbreitungswege", erklärt Christoph Hardy vom Sophos, einem Anbieter für IT-Sicherheitslösungen in Mainz. Mobiler Datentransport sei deshalb eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für den Computer.

Im Jahr 2008 waren annähernd zwei Drittel aller potenziellen Infektionen mit Schadcode in Europa und Afrika sowie dem Mittleren Osten auf die Nutzung von Wechselmedien zurückzuführen. Das geht aus dem "Internet Security Threat Report" des Softwareanbieters Symantec hervor, der aktuelle Netz-Gefahren analysiert.

"Beim Anschließen von portablen Datenträgern verbreitet sich die Malware heimlich durch sogenannte Shared Executable Files", erläutert Virenforscher Candid Wüest von Symantec. Anwender gäben den Schadcode auf diesem Weg manuell, quasi per Hand, an andere Nutzer weiter. Weil Wechselmedien und andere tragbare Massenspeicher vermehrt Anwendung finden, würden auch mehr Schädlinge über diesen Kanal verbreitet.

Sicherheitsprogramme müssen auf dem neuesten Stand sein

Dabei kann der Nutzer vorsorgen. "Aufgrund der schnellen Veränderungen und des Auftauchens von immer neuen Viren, Würmern und Trojaner müssen sich Sicherheits-Software sowie Antiviren-Programme stets auf dem neuesten Stand befinden", so Sebastian Spooren vom Institut für Internet-Sicherheit (ifis) der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Bevor man einen fremden USB-Datenstift benutzt gehören die Geräte mit einem aktuellen Antiviren-Programm auf Malware hin überprüft, rät Spooren. Beim Absichern gegen Schadprogramme ist der Anwender in der Pflicht. Neben täglichen Updates der Antiviren-Software kommt es auch auf das regelmäßige Aktualisieren der Windows-Software an.

Ist der Rechner dennoch infiziert, wird er im schlimmsten Fall von Hackern ausspioniert und ferngesteuert. Hat der Nutzer eine gekaufte Antiviren-Software, kann er damit den Schadcode entfernen, indem er das Programm von der Original-CD startet.

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