Acers Aspire S3 kann auch eine Festplatte mit 500 Gigabyte Kapazität bekommen, wenn der Nutzer auch unterwegs mehr Speicher braucht. (Foto: Franziska Koark)
Acers Aspire S3 kann auch eine Festplatte mit 500 Gigabyte Kapazität bekommen, wenn der Nutzer auch unterwegs mehr Speicher braucht. (Foto: Franziska Koark)

Acers Aspire S3 kann auch eine Festplatte mit 500 Gigabyte Kapazität bekommen, wenn der Nutzer auch unterwegs mehr Speicher braucht. (Foto: Franziska Koark)

Asus entschied sich bei seinem dünnen Zenbook für ein Gehäuse komplett aus Aluminium. Das sieht nicht nur gut aus, es unterstützt auch die Kühlung. (Foto: Asus)

Toshiba setzt bei seinem Modell Satellite Z-830 auf Magnesium als Gehäuse-Material. Das sorgt für geringeres Gewicht. (Foto: Toshiba)

dpa, Bild 1 von 3

Acers Aspire S3 kann auch eine Festplatte mit 500 Gigabyte Kapazität bekommen, wenn der Nutzer auch unterwegs mehr Speicher braucht. (Foto: Franziska Koark)

Hamburg/Berlin (dpa/tmn) - Notebooks sollen schöner werden. Der Chiphersteller Intel hat dafür eine neue Gerätekategorie eingeführt: sogenannte Ultrabooks. Erste Geräte sind bereits im Handel, weitere Hersteller wollen in Kürze nachlegen.

Die ersten Ultrabooks sind rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Handel. Diese Notebooks sollen fitter für den mobilen Einsatz sein und besser aussehen. Rein optisch setzen sich die Ultrabooks von herkömmlichen mobilen Rechnern durch ein besonders schlankes Design ab. Zudem warten sie mit Funktionen auf, die bislang Tablets oder Smartphones vorbehalten waren.

Welches Gerät sich Ultrabook nennen darf, entscheidet Intel. Das Unternehmen macht das Recht, den Markennamen zu nutzen, von der Erfüllung verschiedener Vorgaben abhängig. So dürfe das Gerät an der dicksten Stelle nicht mehr als 18 Millimeter messen, erklärt Intel- Manager Hans-Jürgen Werner. Auch Energieeffizienz ist vorgeschrieben: Der Akku soll mindestens fünf Stunden ohne Steckdose auskommen und darf nicht mehr als 17 Watt TDP (Thermal Design Power) verbrauchen.

Die Preise der neuen Geräte von Acer, Asus, Toshiba und Lenovo variieren je nach Ausstattung zwischen rund 800 und 1700 Euro. Jeder Hersteller habe aber mindestens ein Modell für weniger als 1000 Euro im Portfolio, sagt Werner. Die Geräte starten wie etwa das Zenbook des taiwanischen Herstellers Asus über den Instant-On-Modus besonders schnell. Wer den Rechner zuvor nicht ganz heruntergefahren hat, muss beim Zenbook lediglich zwei Sekunden warten, bis es betriebsbereit ist. Das nur 1,1 Kilo leichte Gerät misst an der dicksten Stelle 17 Millimeter und ist mit Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Variante ausgestattet. Die strengen Schlankheits-Vorgaben erreicht das Zenbook auch durch eine platzsparende 128-Gigabyte-SSD-Festplatte.

Acer startet in die neue Geräteklasse mit dem Aspire S3. Das Notebook ist 13 Millimeter dünn und bringt 1,35 Kilo auf die Waage. Dafür kann es statt eines SSD-Laufwerks alternativ auch mit einer HDD-Festplatte mit 500 Gigabyte Speicherplatz ausgerüstet werden. Viele Nutzer wollten auf viel Speicher auch mobil nicht verzichten, sagt Acer-Sprecherin Alexandra Böckelmann. Die Batterie hält bis zu sieben Stunden. Der 13,3 Zoll große HD-Bildschirm besitzt LED-Hintergrundbeleuchtung. Bereits nach 1,5 Sekunden soll der Rechner aus dem Instant-On-Modus aufwachen. Im sogenannten Green Instant-On-Modus hält der Akku laut Acer knapp 50 Tage.

Die Entwicklung der neuen Geräte unterstützte Intel unter anderem mit einem Fonds in Höhe von 300 Millionen Dollar. Unter anderem wurden Vor- und Nachteile verschiedener Materialien ausgelotet. Asus und Lenovo mit seinem IdeaPad U300s entschieden sich beispielsweise für ein Chassis aus reinem Aluminium - wie bei Apples MacBook Air. Das soll nicht nur hochwertig aussehen. «Bei der Entscheidung für Aluminium war die thermische Strahlung ebenfalls ein großes Thema», erläutert Loewy Chen, bei Asus für das Design des Zenbook verantwortlich. «Aluminium ermöglicht eine schnelle Abgabe von Hitze; dadurch arbeitet das Ultrabook stets beständig und sicher.»

Lenovo setzt für die Kühlung seines 1,32 Kilo leichten IdeaPad zusätzlich auf die «atmende Tastatur», eine von Intel entwickelte Kühltechnologie, bei der ein Luftstrom durch die Tasten geleitet wird und auf diese Weise Wärmeentwicklung bei der Arbeit verhindern soll.

Das Chassis des Satellite Z830-10J von Toshiba besteht dagegen aus Magnesium - und das Gerät bringt damit bei einer Display-Diagonalen von 13,3 Zoll lediglich 1,1 Kilo auf die Waage. Das Metall haben die Entwickler bei Toshiba mit einer eigens entwickelten Wabenstruktur verstärkt. Das Gerät sei so flach, dass eine Ethernet-Buchse eigentlich nicht mehr an die Seite gepasst hätte, sagte Gabriel Willigens von Toshiba. Die Entwickler hätten sie sowie die RGB-Schnittstelle deshalb in die Füße des Geräts integriert.

Acer entschied sich beim Aspire für eine Legierung aus Aluminium und Magnesium und ein besonders aerodynamisches Design. «Essentielle Features eines Smartphones und Tablet-PCs», wie zum Beispiel schnelles Starten und im Vergleich zu herkömmlichen Notebooks besonders schnelle Verbindung zum Internet sollen das Aspire S3 bei den Verbrauchern attraktiv machen, sagte Campbell Kan, bei Acer als Präsident für die weltweiten PC-Operationen verantwortlich. Mit 2,5 Sekunden sei das S3 viermal so schnell im Netz.

Auch HP und Dell haben Ultrabooks angekündigt, ein Starttermin in Deutschland ist aber vorerst nicht bekannt. Für das kommende Jahr wird die nächste Generation der Ultrabooks erwartet, die die Grenze zu den populären Tablets wie Apples iPad weiter aufweichen könnte: Sie sollen dann mit Multitouch-Display aufwarten. Damit bis dahin eine hinreichende Auswahl an Apps zur Verfügung steht, hat Intel noch einmal rund 100 Millionen Dollar investiert. Und bis Herbst kommenden Jahres dürften auch die Preise gefallen sein - Intel-Chef Paul Otellini erwartet, dass dann die 700-Dollar-Marke (rund 530 Euro) erreicht wird.

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