Sollte ein Tweet künftig geblockt werden, sei er aber in anderen Ländern weiterhin verfügbar, sagt der Online-Kurznachrichtendienst. Foto: Armin Weigel
Sollte ein Tweet künftig geblockt werden, sei er aber in anderen Ländern weiterhin verfügbar, sagt der Online-Kurznachrichtendienst. Foto: Armin Weigel

Sollte ein Tweet künftig geblockt werden, sei er aber in anderen Ländern weiterhin verfügbar, sagt der Online-Kurznachrichtendienst. Foto: Armin Weigel

dpa

Sollte ein Tweet künftig geblockt werden, sei er aber in anderen Ländern weiterhin verfügbar, sagt der Online-Kurznachrichtendienst. Foto: Armin Weigel

San Francisco/Berlin (dpa) - Nach lauter Kritik an einem neuen Filtersystem hat der Online-Dienst Twitter den Vorwurf der Zensur zurückgewiesen.

Das Unternehmen werde die Kurzmeldungen der Nutzer nicht überwachen, sondern einzelne Tweets nur blockieren, wenn es dazu in einem Land gesetzlich verpflichtet werde, sagte Firmenchef Dick Costolo am Montag bei einer Konferenz in Kalifornien. Die Nutzer im Rest der Welt könnten die Meldungen weiter lesen. Man wolle die Inhalte «für so viele Leute wie möglich» online verfügbar halten, betonte er bei der Veranstaltung «Dive into Media».

Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche einen Filter eingerichtet, mit dem es Kurzmeldungen gezielt in bestimmten Ländern blockieren kann. Damit wolle man den jeweiligen gesetzlichen Regeln besser entsprechen, hieß es in der Begründung. Als Beispiel führte Twitter auch Deutschland an, wo im Unterschied zu vielen anderen Ländern bestimmte «Pro-Nazi»-Inhalte wie die Holocaust-Leugnung verboten seien. Vor der Einführung des Filters war es lediglich möglich, Tweets für alle Nutzer weltweit zu entfernen. Viele Nutzer warfen den Unternehmen jedoch vor, der Zensur Vorschub zu leisten.

Die Einführung des Filters sei nicht als Vorbereitung eines Markteintritts in China gedacht, sagte Costolo. Unter den derzeitigen Umständen könne Twitter seinen Dienst dort noch nicht anbieten.

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