Reus
"Kokain, ohne Dich hätte ich es nicht geschafft." Marco Reus dürfte nicht amused sein.

"Kokain, ohne Dich hätte ich es nicht geschafft." Marco Reus dürfte nicht amused sein.

wz.de/Screencapture: Twitter

"Kokain, ohne Dich hätte ich es nicht geschafft." Marco Reus dürfte nicht amused sein.

Düsseldorf. Das Netz lacht über Puma. Dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ist eine groß angelegte Twitter-Marketingkampagne binnen kürzester Zeit völlig entglitten. Das Unternehmen hatte via Twitter digitale Autogrammkarten von Sportstars wie Marco Reus oder Falcao verteilt. Die Nutzer mussten dafür lediglich einen Tweet mit dem Hashtag #Fastergraph an Puma senden.

Scherzbolde nutzen die eigentlich nette Idee, um zweifelhafte Grüße über das soziale Netzwerk zu verbreiten. So wurde Marco Reus beispielsweise folgender Spruch in den Mund gelegt: "Kokain, ohne Dich hätte ich es nicht geschafft"

Auf einer anderen digitalen Autogrammkarte ist der spanische Fußballprofi Cesc Fabregas neben dem Spruch "Ich verbreite Ebola - danke für die Unterstützung" zu sehen.

Mit so viel Geschmacklosigkeit hatte Puma wohl nicht gerechnet. Das Problem: statt wirklich personalisierter Autogrammkarten verschickte Puma offenbar automatisiert digitale Karten, auf die ohne weitere Prüfung der Benutzernamen des Twitterers montiert wurde. Das hatten die ersten Nutzer schnell durchschaut und änderten kurzerhand ihren hinterlegten Namen. Statt unverfänglicher Sprüche wie "Sabine, ohne Dich hätte ich es nicht geschafft", hieß es plötzlich "Kokain, ohne Dich hätte ich es nicht geschafft".

Puma hat die Kampagne inzwischen gestoppt und bestätigte gegenüber stern.de: "In einigen wenigen Fällen wurden durch geänderte Twitter-Namen oder neue Twitter-Accounts Motive mit despektierlichen Aussagen erstellt. Aus diesem Grund hat sich Puma entschlossen, die Kampagne nach kurzer Zeit zu beenden, um damit einen möglichen weiteren Missbrauch zu verhindern."

Ein Erfolg war die Kampagne dann aber doch - wenn auch anders als geplant. Der neue Puma-Hashtag schaffte es in mehreren Ländern in die trending topics.

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