JS9500 von Samsung
Bei seinen neuen SUHD-TV, hier der JS9500, setzt Samsung auf Nano-Kristalle. Die Koreaner versprechen bessere Farbdarstellung und tiefere Schwarzwerte als bei bisherigen Displays. Foto: Samsung

Bei seinen neuen SUHD-TV, hier der JS9500, setzt Samsung auf Nano-Kristalle. Die Koreaner versprechen bessere Farbdarstellung und tiefere Schwarzwerte als bei bisherigen Displays. Foto: Samsung

dpa

Bei seinen neuen SUHD-TV, hier der JS9500, setzt Samsung auf Nano-Kristalle. Die Koreaner versprechen bessere Farbdarstellung und tiefere Schwarzwerte als bei bisherigen Displays. Foto: Samsung

Las Vegas (dpa/tmn) - Die auf der Consumer Electronics Show vorgestellten Fernseh-Neuheiten setzen auf schlankes Desing, hohe Auflösung und neue Software-Plattformen. Auch die Versorgung mit hochauflösendem Bildmaterial kommt allmählich in Fahrt.

Was die TV-Hersteller auf der Consumer Electronics Show (CES/ 6. bis 9. Januar) präsentieren, ist vor allem schlank, hochauflösend und dank neuer Software-Plattformen ziemlich vernetzt. Der Trend bei den neuen TV-Geräten geht klar in Richtung hoher 4K- oder UHD-Auflösung (3840 zu 2160 Bildpunkte). Mit WebOS 2.0, Firefox OS und Tizen kommen neue Betriebssysteme auf den Kunden zu.

Beim LG setzt man auf organische LED (OLED) als Bildschirmtechnologie. Sieben neue 4K-Geräte zwischen 55 und 65 Zoll Bildschirmgröße präsentieren die Koreaner in Las Vegas. Neben flachen Fernsehern sind auch gebogene Bildschirme und flexible Displays zu sehen. Die auf Linux basierende Smart-TV-Plattform WebOS wurde renoviert und kommt nun mit neuer Oberfläche, schnelleren Ladezeiten und vom Nutzer konfigurierbaren Menüs. Preise und Termine zur Markteinführung konnte LG auf Nachfrage noch nicht mitteilen.

Samsung zeigt auf der CES mit SUHD eine Art Weiterentwicklung bisheriger hochauflösender Displays. Die mit Nano-Kristallen arbeitenden Bildschirme sollen eine bessere Farbdarstellung und mehr Details liefern, dazu tiefere Schwarzwerte und mehr Lichtausbeute. Die Modelle gibt es flach und gekrümmt in Größen zwischen 48 und 88 Zoll. Beim Betriebssystem vollziehen die Koreaner einen radikalen Wechsel: Alle Geräte werden ab diesem Jahr mit Tizen ausgeliefert. Samsung verspricht bessere Bedienbarkeit und leichteren Datenaustausch mit anderen Geräten. Zugang zu hochauflösendem Videomaterial gibt es per Tizen auch - bislang stehen aber vorwiegend amerikanische Anbieter wie Comcast, Amazon oder M-Go auf der Liste.

Zum großen Rundumschlag holt der chinesische Hersteller Haier aus. 18 Geräte in fünf Serien von HD-Ready bis UHD stellt das Unternehmen in Las Vegas vor. Flaggschiff ist ein gekrümmter 65 Zoll großer 4K-Fernseher. Doch auch Einsteigermodelle für Zuschauer ohne Bedarf an Riesendisplays gibt es Geräte mit 24 oder 32 Zoll, allerdings nur in der mittlerweile etwas aus der Mode gekommenen HD-ready-Auflösung.

Mit dem an der dünnsten Stelle nur 4,9 Millimeter messenden Bravia X90C hat Sony nach eigenen Angaben den derzeit dünnsten UHD-Fernseher in der Ausstellung. Das 65-Zoll-Gerät ist eines von zwölf, die ab März in Deutschland auf den Markt kommen sollen. Ein neuer Bildprozessor soll auch nicht hochauflösendes Bildmaterial für die großen Schirme optimieren. Als Betriebssystem setzt Sony auf Android TV, was für besseres Zusammenspiel mit den zahlreichen Android-Mobilgeräten sorgen soll.

Panasonic holt den vom Computer bekannten Firefox auf den Fernseher. Die vier auf der CES präsentierten Geräteserien setzen auf das quelloffene Firefox OS. Besonders mit anderen ebenfalls mit Firefox arbeitenden Smartphones oder Computern soll so ein leichter Datenaustausch über Gerätegrenzen möglich sein. Die Modelle der CX850-Serie sollen außerdem über eine Sprachsteuerung verfügen. Eine Xumo Guide genannte Software soll die plattformübergreifende Suche nach Filmen und Serien erleichtern sowie auf dem Nutzungsverhalten basierende Empfehlungen anzeigen.

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