Berlin (dpa) - Die Deutsche Telekom will zur Förderung nachhaltiger Umweltprojekte ihre Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ausbauen.

Ziel sei es, in Millionenstädten in Asien, Südamerika und Afrika mit Hilfe von Mobilfunk, Internet und High-Tech der wachsenden Belastung durch CO2- Emissionen entgegenzuwirken.

Ein erstes gemeinsames Projekt, das zur Expo in Shanghai vorgestellt wurde, sei bereits auf großes Interesse bei Wirtschaft und Politik gestoßen, sagte Kemal Ayyildiz, Vertreter der Deutschen Telekom in China. Mit der fortgeführten Partnerschaft sollen zum Beispiel Verkehrsprojekte realisiert werden, die in großen Metropolen helfen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Bei einem Projekt wollen die Partner mit Hilfe von Mobilfunktechnik und Satellitenortung den CO2-Ausstoß von einzelnen Fahrtstrecken messen. Die Daten sollen dann das individuelle Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer beeinflussen. Denkbar sei zum Beispiel, dass sich Autofahrer künftig die ermittelten CO2-Daten auf ihrem Smartphone über Google Maps anzeigen lassen und sich dann für die verbrauchsärmsten Routen entscheiden.

Weltweit drohten Ballungsgebiete an der Luftverschmutzung zu ersticken. Besonders stark sei die Belastung in aufstrebenden Ländern, in denen der wachsende Verkehr zu massiven Umweltproblemen führe. «Unser Verfahren ist weltweit einzigartig, da wir den CO2- Ausstoße einzelner Fahrzeuge im Betrieb messen und die Schadstoffverteilung in einer Mega-City dynamisch erfassen können, sagte Ayyildiz. So sei künftig zum Beispiel auch denkbar, dass Autofahrer eine CO2-abhängige Gebühr in Innenstädten zahlen müssten. Damit könnten Autofahrer belohnt werden, die etwa an Ampeln langsamer beschleunigen und damit weniger CO2 ausstießen.

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