Berlin (dpa/tmn) - Ein Hauch von Illegalem umgibt die Download-Technik BitTorrent. Grund ist die Nutzung dieses Standards für die unerlaubte Verteilung von urheberrechtlich geschützten Filmen oder anderen Daten.

Dabei wird BitTorrent auch für viele legale Zwecke sinnvoll eingesetzt - immer dann, wenn es um besonders große Datenmengen geht, die viele Nutzer gleichzeitig herunterladen wollen, etwa eine neue Linux-Distribution oder das freie Software-Paket OpenOffice.

Der Umgang mit BitTorrent wirkt nur auf den ersten Blick kompliziert. Anstelle der kompletten Datei wird zunächst lediglich eine kleine Torrent-Datei heruntergeladen: Diese ist nur wenige Kilobyte groß und enthält die Internet-Adresse eines Servers, des sogenannten Trackers. Er führt die Interessenten an einem bestimmten Download zu einem Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) zusammen.

Eine BitTorrent-Software auf dem Computer des Internet-Nutzers verwendet die Informationen der Torrent-Datei, um festzustellen, welche anderen Computer im Netz die gewünschte Datei zum Download anbieten. Daraufhin werden die einzelnen Segmente von den im P2P-Netz verfügbaren Computern heruntergeladen und zusammengesetzt. Der eigene Computer stellt bereits empfangene Dateisegmente selbst zum Upload ins Netz bereit.

Die dafür nötigen Programme - sogenannte Clients - gibt es für alle Betriebssysteme. Neben dem Originalprogramm BitTorrent (nur für Windows) sind etwa uTorrent, BT++ oder BitComet weit verbreitet. Die Bedienung ist einfach: In der Regel öffnet man mit dem Programm die zuvor heruntergeladene Torrent-Datei und startet so den Download der Segmente. Alternativ kann man auch die Internet-Adresse zum Speicherort der Torrent-Datei angeben.

Torrent-Dateien findet man entweder mit einer gängigen Suchmaschine, indem man den Suchbegriff um das Wort «Torrent» ergänzt. Daneben gibt es einschlägige Portale wie «clearbits.net», die Torrents von frei verfügbaren Inhalten auflisten.

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