CES
Sogenannte Tablet-Computer von Microsoft auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert. Die CES gilt als Leitmesse für Computer, Fernseher und Gadgets.

Sogenannte Tablet-Computer von Microsoft auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert. Die CES gilt als Leitmesse für Computer, Fernseher und Gadgets.

dpa

Sogenannte Tablet-Computer von Microsoft auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert. Die CES gilt als Leitmesse für Computer, Fernseher und Gadgets.

Las Vegas (dpa) - Bühne frei für die Computer der Zukunft: Zum Auftakt der Elektronikmesse CES in Las Vegas erobern neue Tablet-Geräte und leistungsfähige Prozessoren das Rampenlicht.

Der taiwanische Computer-Hersteller Asus, der vor einigen Jahren den PC-Markt mit günstigen Mini-Notebooks, den Netbooks, aufrollte, stellte seinen Herausforderer für Apples iPad-Tablet vor. Die Chip- Konzerne Intel und AMD frischen ihre Rivalität mit neuen Prozessoren- Familien auf. Sie sollen durch die Verknüpfung von Rechen- und Grafik-Einheit einen Leistungsschub für große und kleine Computer bringen.

Apple hatte im vergangenen Jahr die tot geglaubte Geräteklasse der Tablet-Computer mit dem iPad wiederbelebt und beherrscht seitdem diesen Markt. Zur CES kündigt sich aber eine Flut von Rivalen diverser Hersteller an, die dem iPad das Leben schwer machen wollen. Nach Schätzungen des Veranstalters werden auf der CES (6. bis 9. Januar) weit über 80 Modelle präsentiert.

Asus schickt unter anderem den EeeSlate EP121 ins Rennen. Das Gerät hat ein 12,1 Zoll großes Multitouch-Display, lässt sich statt mit den Fingern aber auch mit einem Stift bedienen. Als Betriebssystem dient Windows 7 von Microsoft. Als eine Lösung, die problemlos in die Tasche passt, kündigte Firmenchef Jonney Shih am Dienstag (Ortszeit) in der Wüstenstadt das EeePad MeMo an, das mit Googles Betriebssystem Android läuft. Das kleine Netbook EeePad Transformer hat eine abnehmbare Tastatur, Multitouch-Display und ist für Multimedia-Nutzung ausgelegt. Je nach Typ und Ausstattung sollen die Geräte zwischen 399 und 1099 Dollar kosten und bis Juni 2011 auf den Markt kommen.

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo präsentierte auf der CES ein Kombi-Gerät aus Notebook und Tablet-Computer. Der IdeaPad U1 läuft als Notebook mit Windows 7. Klinkt man den 10-Zoll-Bildschirm aus dem Gerät heraus, hält man einen Tablet-Computer in der Hand - der Hersteller verwendet dafür die Modellbezeichnung LePad. Dieser läuft dann nicht mehr mit Windows, sondern mit dem schlankeren Google-Betriebssystem Android. Das Tablet hat auf der Vorderseite eine Kamera für Fotos oder Video-Chat.

Lenovo gibt eine Akku-Laufzeit bis zu acht Stunden an. Das IdeaPad U1 mit dem integrierten LePad soll bis Ende März zunächst in China eingeführt werden, zu einem Preis von umgerechnet 400 Euro. Ob es das Gerät auch in Deutschland geben wird, ist nach Angaben einer Sprecherin bislang nicht bekannt.

Der Chip-Designer AMD präsentierte auf der Consumer Electronics Show Einzelheiten seiner neuen Chip-Familie «Fusion». Die Prozessoren basieren auf einer neuartigen Architektur, bei der neben der Recheneinheit (CPU) auch ein Grafikchip (GPU) auf einem einzigen Stück Silizium (dem sogenannten Die) aufgebracht ist. Die ersten Chips der Reihe sind für Netbooks und Tablet-Computer konzipiert und dürften dort unter anderem dem Atom-Prozessor des großen Rivalen Intel sowie Chips von ARM Konkurrenz machen.

AMD liefert sich mit der neuen Entwicklung einen Wettlauf um die Zeit mit seinem großen Rivalen Intel. Beide Unternehmen wollen mit einem frühestmöglichen Start ihrer neuen Prozessoren den Markt für sich gewinnen. Intel, mit weitem Abstand Branchenführer, hatte bereits einen Tag zuvor den Start seiner Prozessorlinie mit dem Codenamen Sandy Bridge bekanntgeben. Für Mittwoch kündigte der Chipriese weitere Details an. Anders als AMD bringt Intel bereits leistungsfähige Chips für Notebooks und Desktop-Rechner auf den Markt.

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